Fortuna Millingen erhält „Sterne des Sports“ für soziales Engagement

Fortuna Millingen erhält „Sterne des Sports“ für soziales Engagement

Der SV Fortuna Millingen 1920 e.V. wird bei der Siegerehrung auf Landesebene für die offene Ganztagsschule und die Integration von geflüchteten Menschen ausgezeichnet.

In Düsseldorf zeichneten jetzt Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender vom Genossenschaftsverband und Walter Schneeloch, Präsident des Landessportverbandes NRW in einem festlichen Rahmen die Sieger Nordrhein-Westfalens im Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus. Dazu gehörte in diesem Jahr auch der SV Fortuna Millingen. Der Verein wurde für die offene Ganztagsschule und Integration von geflüchteten Menschen geehrt.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Holger Zitter, Vorstandsmitglied der Volksbank Emmerich-Rees eG und Oliver Schmidt, Marketingleiter der Volksbank. Die beiden hatten zuvor die Sieger auf Ortsebene gekürt und freuten sich, dass ihre Wahl auch auf Landesebene erfolgreich war.

Mit 500 Euro dotiert

Ralf W. Barkey erklärte: „Sportvereine sind ein unverzichtbarer gesellschaftlicher Faktor. Das zeigt sich aktuell insbesondere bei der Integration Geflüchteter in Deutschland und der Inklusion von Menschen mit einem besonderen Förderbedarf. Angesichts der tiefgreifenden Umwälzungen in der Politik und der Gesellschaft, die sich auch in einer Verrohung des Denkens und der Ausgrenzung von Minderheiten ausdrückt, wollen wir als Volksbanken und Raiffeisenbanken mit den „Sternen des Sports“ die Sportvereine in ihrer Menschen verbinden-den Kraft stärken und unterstützen.“

Die mitgereisten Vertreter des SV Fortuna Millingen konnten einen Förderpreis in Höhe von 500 Euro mit nach Hause nehmen.

„Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr einen Preisträger auf Landesebene haben“, sagte Holger Zitter. „Im nächsten Jahr werden wir uns wieder an dieser tollen Aktion beteiligen und freuen uns auf möglichst viele Vorschläge unserer Sportvereine. Gerne würden wir auch mal mit einem Verein zur Preisverleihung der Sterne des Sports in Gold nach Berlin fahren.“

Quelle: NRZ

Heinz Lukkezen, der Uwe Seeler von Millingen

Heinz Lukkezen, der Uwe Seeler von Millingen

Der Fußball ist die beste Schule heißt es. In Rees-Millingen am Niederrhein wird dieses Motto besonders gelebt. Der SV Fortuna Millingen 1920 leitet nämlich seit 2003 – natürlich in Kooperation mit der Stadt Rees – die Offene Ganztagsschule (OGS) in Eigenregie. Für sein Projekt „Verlässliche Schule“ wurde der Breitensportverein schon mehrfach ausgezeichnet. Einer, der von Anfang an dabei war, ist Heinz Lukkezen – unsere „Kultfigur der Woche“.

„Uns Uwe“ wird der 67-Jährige zwar nicht in Millingen gerufen, schließlich heißt er ja einen anderen Vornamen, aber mit der Hamburger Ikone namens Seeler lässt sich Heinz Lukkezen durchaus gerne vergleichen. „Nicht sportlich auf dem Platz, sondern was die Vereinstreue angeht“, sagt er. Wie für Uwe Seeler „einmal HSV, immer HSV“ gilt, gibt es auch für Heinz Lukkezen nur einen Klub: Fortuna Millingen eben.

„Heinz ist einfach Mister Fortuna“

Als 13-Jähriger tritt er 1964 den Rot-Weißen bei, durchläuft alle Jugendmannschaften und spielt später natürlich auch in den Millinger Senioren. 1973 übernimmt er den ersten Funktionärsposten bei der Fortuna, wird Kassierer, 1981 dann erster Geschäftsführer und 1989 erster Vorsitzender. 2015 gibt er den Vorsitz in jüngere Hände, bleibt den Millingern aber als Beisitzer mit dem Schwerpunkt Schul- und Kindergarten-Projekte erhalten. „Heinz ist einfach Mister Fortuna. Er ist schon so lange dabei und lebt Ehrenamt wie kein anderer“, sagt Lukkezens Nachfolger Klaus Sesing und fügt an: „Für den gesamten Vorstand ist er auch heute noch immer ein wichtiger Ansprechpartner.“

Zu Hause nur die Blumen im Garten zu zählen, ist nicht Heinz Lukkezens Ding. Nahezu täglich ist der Rentner, der als Verwaltungsleiter in einer kirchlichen Einrichtung gearbeitet hat, auf der Sportanlage an der Bruchstraße oder in der Geschäftsstelle zu finden. Es gibt schließlich viel zu tun, denn Fortuna Millingen gehört die Zukunft. 43 Kinder, die in der St. Quirinus Grundschule das Einmaleins lernen, sind zurzeit in der vom Verein gemanagten „Verlässlichen Schule von 8 bis 1“ angemeldet. Weitere 23 nehmen das seit 2005 bestehende Angebot der Fortuna in der Offenen Ganztagsschule (OGS) wahr, gehen nach dem Unterricht und dem Mittagessen in die Hausaufgabenbetreuung oder dürfen sich mit Spielen austoben. Bei knapp 150 Schülern in Rees-Milingen liegt die Betreuungsquote durch Seiten des Vereins – eine ausgebildete Erzieherin und sechs Mütter, die regelmäßig Fortbildungen besuchen müssen – bei fast 50 Prozent.

Zudem ist die Fortuna der Kooperationspartner des Bewegungskindergartens St. Quirinus Millingen. „Das Finanzministerium NRW hat unserem Verein für die schulischen Aufgaben – neben der Förderung des Sports – auch die Förderung der Jugendhilfe anerkannt. Das ist bis heute einmalig“, sagt Hans-Jürgen Klug, der das Projekt vor 15 Jahren gemeinsam mit Heinz Lukkezen aus der Taufe hob.

Ehrungen durch Grindel und Frymuth

Seitdem mehren sich die Auszeichnungen für Fortuna Millingen. Der Fußballverband Niederrhein (FVN) zeichnete den Verein mit der Sepp-Herberger-Medaille aus, DFB-Vizepräsident Peter Frymuth ließ es sich nicht nehmen, die Plakette persönlich in Millingen zu überreichen. Auch die Volksbank Niederrhein würdigt das vorbildliche Engagement mit dem Preis „Sterne des Sports“.

Aufnahme in den Club 100 des DFB: Präsident Reinhard Grindel kommt nach Millingen.

Dazu kommen die persönlichen Auszeichnungen für Heinz Lukkezen. Während seiner nun schon fast fünf Jahrzehnte währenden ehrenamtlichen Tätigkeiten für Fortuna Millingen wird unter seiner Regie der Aschen- in einen Rasenplatz umgewandelt und das Vereinsheim inklusive einer schönen Dachterrasse modernisiert. Zudem gehört er von 1986 bis 2004 der Kreisjugend-Spruchkammer an und ist Gründungsmitglied des Trägervereins Jugendarbeit in Millingen, den es seit 2001 gibt. Auch als die ersten Flüchtlingskinder am Niederrhein auftauchen, finden sie in Millingen offene Türen vor und werden selbstverständlich in der OGS der St. Quirinus Grundschule gefördert.

Als der FVN ihn schließlich für den DFB-Ehrenamtspreis 2015 vorschlägt und er in den „Club 100“ des Deutschen Fußball-Bundes aufgenommen wird, ist Heinz Lukkezen sichtlich bewegt. Schließlich kommt DFB-Präsident Reinhard Grindel persönlich nach Millingen, um den rührigen Funktionär im Fortuna-Vereinsheim auszuzeichnen.

Und was kommt jetzt? Neben dem vielen Verwaltungskram, die insbesondere die Schulprojekte so mit sich bringen, und den unzähligen kleinen Arbeiten, die auf der Platzanlage so nebenbei zu erledigen sind, hat Heinz Lukkezen noch was Größeres vor. Er sitzt am Jubiläumsbuch über Fortuna Millingen. Am 5. April 1920 war der Verein gegründet worden. „Ich habe sogar die Gründungsurkunde im Original“, verspricht Heinz Lukkezen, tief in die Geschichte des Amateurfußballs einzutauchen.

Fortuna Millingen hat ein Alleinstellungsmerkmal

Fortuna Millingen hat ein Alleinstellungsmerkmal

Der SV Fortuna Millingen engagiert sich in der schulischen Bildung. Auszeichnungen auf der einen Seite, Wünsche auf der anderen.

Der SV Fortuna Millingen 1920 ist der einzige Sportverein am Niederrhein, der die Offene Ganztagsschule (OGS) in Eigenregie leitet – in Kooperation mit der Stadt Rees natürlich. Für diese Nachhaltigkeit wurde der Sportverein bereits mehrfach ausgezeichnet. „Das Finanzministerium NRW hat unserem Verein für die schulischen Aufgaben – neben der Förderung des Sports – auch die Förderung der Jugendhilfe anerkannt“, sagt Hans-Jürgen Klug. Ein einzigartiger Vorgang im NRW-Finanzministerium.

Verlässliche Grundschule

Klug und Heinz Lukkezen halten in Sachen Schule beim SV Fortuna Millingen die Fäden in der Hand. Bereits im Jahre 2003 wurde die „Verlässliche Grundschule von 8 bis 1“ an der St. Quirinus-Grundschule ins Leben gerufen, die OGS kam im Jahre 2005 hinzu. 43 Kinder sind bei der „Verlässlichen Grundschule“ angemeldet, die OGS besuchen derzeit 23 Schüler. Bei knapp 150 Schülern liegt unsere Betreuungsquote bei rund 50 Prozent“, freut sich Lukkezen.

Die sieben Betreuerinnen sehen sich seit einigen Monaten neuen Herausforderungen gegenüber. Im Jahr 2017 tauchten die ersten Flüchtlingskinder in der OGS auf, derzeit sind es zwei. Außerdem werden hier fünf Kinder mit Migrationshintergrund betreut. „Das ist schon nicht einfach, wenn hier ein Kind integriert und ortsfähig werden muss, das nicht ein einziges Wort deutsch spricht“, so Lukkezen. Was das Team aber meistert. „Wir sind selbst überrascht, wie schnell sie die Sprachbarrieren überwinden, sich anderen Kindern anschließen, schnell leistungsstark werden“, sagt Martina Lamers vom Betreuungsteam. Das schwerste sei, die Kinder zunächst an Regeln zu gewöhnen, so ihre Beobachtung.

Eine ausgebildete Erzieherin ist nur eine der sieben Betreuerinnen. Einen Nachteil sehen die Verantwortlichen darin keineswegs. „Es sind alles gestandene Mütter, die daheim alles gemanagt haben“, sagt Lukkezen. „Von denen wir aber Jahr für Jahr zwei Fortbildungen erwarten“, fügt Klug hinzu. So besuchten sie Lehrgänge, bei denen sie in „Erste Hilfe am Kind“ geschult wurden, solche, in welche sie lernten, an welchen Symptomen man Kindesmisshandlung erkennt. Ein weiterer Kurs war „mit Wut tut gut!“ überschrieben.

 Keine Ruckzugsmöglichkeiten

Wünsche bleiben aber doch: Die Zuschüsse sind knapp bemessen. „Für uns noch zu schultern, weil wir die Verwaltung ehrenamtlich meistern“, sagt Heinz Lukkezen. Bei anderen Organisationen sehe das anders aus. Wunsch zwei: Die beiden Räume in Millingen sind bescheiden. Räumlichkeiten anderer Einrichtungen ließen schon ein bisschen Neid aufkommen, heißt es. „Kein Vorwurf in Richtung Stadt“, sagt Lukkezen deutlich. Aber die Verantwortlichen wissen um die Probleme, z.B. dass die zwei Räume durch den Schulhof voneinander getrennt sind. Und es keine Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder gibt. „Was vor allem bei schlechtem Wetter zum Problem wird“, so Betreuerin Christa Haves.

Quelle: NRZ

 

Fünfkampf bei der Fortuna

Fünfkampf bei der Fortuna

Klaus Sesing ist nicht nur erster Vorsitzender beim SV Fortuna Millingen, sondern auch Hausmeister der St. Quirinus-Grundschule. Gestern Morgen konnte er „seine“ Schüler komplett auf der Sportanlage an der Bruchstraße begrüßen, denn der Fußballverband Niederrhein (FVN) veranstaltete mit allen Millinger Klassen vom ersten bis zum vierten Schuljahr ein „Sportfest Fußball“.

Staffelrennen und „Leiter-Golf“

Rund 140 Mädchen und Jungen tummelten sich auf den Rasenplätzen der Fortuna und hatten jede Menge Spaß an verschiedenen Stationen, die morgens ab 7 Uhr aufgebaut worden waren. Zahlreiche sportliche Herausforderungen standen für den Nachwuchs auf dem Programm. So musste ein Geschicklichkeits-Fünfkampf absolviert werden, bei dem Punkte gesammelt und am Ende auch Sieger gekürt wurden. Es gab verschiedene Staffelrennen, dabei musste unter anderem ein Tennisball auf einer Frisbee jongliert werden, natürlich auch Fußballspiele und Elfmeterschießen, aber auch freie Mitmachangebote wie „Leiter-Golf“ und „Fußball-Kegeln“. Am Ende des Sportfestes gab es für alle Kinder Medaillen und Preise.

Eine, die besonders strahlte, war die achtjährige Beeschta, dessen Eltern aus dem Afghanistan stammen. „Das hat richtig Spaß gemacht, vor allem das Fußballspielen“, war das Mädchen aus dem zweiten Schuljahr begeistert.

„Wir hatten uns schon länger für diese Aktion beworben“, freute sich Sesing, dass sein Verein die Zusage vom FVN erhalten hatte. „Das ist eine tolle Möglichkeit, alle Schüler mal auf die Sportanlage zu bekommen. Und aktuell zur Europameisterschaft ist das natürlich besonders passend“. So waren dann auch mehrere Kinder in ei-nem Deutschland-Trikot erschienen.

„Wir richten dieses Sportfest 20 Mal im Jahr aus, haben aber 60 bis 70 Bewerbungen“, erklärt Mirko Schweikhard, beim Fußballverband Niederrhein Beauftragter für den Schulfußball. „Hier in Millingen gibt es optimale Bedingungen und alle machen super mit, das ist ein sehr entspannter Vormittag für uns“, lobte Schweikhard sowohl das positive Verhalten der Schüler als auch den Einsatz der Vereinsmitglieder, der Lehrerinnen sowie des Fördervereins.

Lob für den Förderverein

„Nach den Bundesjugendspielen und dem Fahrradaktionstag war das die dritte Veranstaltung innerhalb von zwei Wochen, bei der wir Helfer vom Förderverein benötigten“, würdigte auch Sesing das Engagement der Eltern, die unter anderem für das Frühstück sorgten.

(Quelle: derwesten.de)

Fortuna veranstaltet Fußball-Safari

Am Montag, 13. Juni, veranstaltet Fortuna Millingen gemeinsam mit der St. Quirinus Grundschule und dem Fußballverband Niederrhein eine so genannte Fußball-Safari. An dem attraktiven Bewegungsvormittag durchlaufen die Schüler verschiedene Stationen, die allgemeine Bewegungserfahrungen mit fußballorientierten Ideen verknüpft.

„Wir werden alle Kinder der hiesigen Grundschule auf unserer Platzanlage begrüßen können und rechnen daher mit ca. 140 Schülern“, sagt Fortuna-Geschäftsführer Nicolas te Baay. „Unterstützt werden wir bei der Abwicklung dieser Veranstaltung durch das Lehrerkollegium und den Förderverein der Millinger Grundschule sowie durch die Mitarbeiter des FVN. Insgesamt werden wir diesen Aktionstag mit etwa 30 Helfern bewältigen“.

Die Fußball-Safari startet an diesem Montag um 9 Uhr. Die Aufbauarbeiten beginnen bereits um 7 Uhr. Um ca. 12.30 Uhr endet dann der Schultag für die Kinder mit der Abholung am Sportplatz.

Klaus Sesing (1. Vorsitzender) sowie Heinz Lukkezen und Jürgen Klug (Beisitzer Schule/OGATA) werden diese Veranstaltung federführend für die Fortuna durchführen.

Dorfturnier am 26. Mai

Am Donnerstag, 26. Mai, findet das 11. Millinger Dorfturnier statt. Mittlerweile haben sich 14 Teams für die beliebte Veranstaltung an Fronleichnam angemeldet. Das Eröffnungsspiel mit Titelverteidiger „The International“ wird um 13 Uhr angepfiffen. Zeitgleich können Kinder und Jugendliche das DFB-Fußball-Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze erwerben. Die gesamte Millinger Bevölkerung ist eingeladen, einen schönen Fußballtag am Sportplatz zu verbringen.

Sepp-Herberger-Preis für die Fortuna

Sepp-Herberger-Preis für die Fortuna

Im vergangenen Jahr hatte sich Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein (FVN), im Rahmen der Aktion „Vereinsdialog“ intensiv beim SV Fortuna Millingen umgeschaut. Dabei hatte ihn vor allem das Engagement des Sportvereins im Offenen Ganztag an der St. Quirinus-Grundschule beeindruckt. Der FVN schlug daraufhin die Fortuna für die Preisverleihung der Sepp-Herberger-Stiftung vor. Die älteste seit 1977 existierende Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes zeichnet regelmäßig Fußballvereine für ihren besonderen Einsatz aus.

Und dazu gehört jetzt auch der SV Fortuna Millingen. Der Verein wurde gestern von der Stiftung mit einer Urkunde im Bereich „Schule und Verein“ für die inzwischen seit zehn Jahren bestehende Tätigkeit im Offenen Ganztag an der St. Quirinus-Grundschule geehrt. Diese überreichte stellvertretend Peter Koch, Vorsitzender des Fußball-Kreises 11, an Heinz Lukkezen, den Vorsitzenden des Sportvereins.

Verlässlichkeit ist wichtig

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass unsere Arbeit damit ein Stück weit honoriert wird“, sagte Lukkezen, der von den Vorstandsmitgliedern Nicolas te Baay, Simon te Baay und Stefan Giesen begleitet wurde. „Dass ein Sportverein als Träger einer offenen Ganztagsschule fungiert, ist etwas ganz besonderes“, begrüßte auch der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers die Auszeichnung des Kooperationspartners – wie auch Ludger Beltermann, Leiter des Schul- und Sportamtes. Dabei funktioniere die Zusammenarbeit mit der Stadt hervorragend, lobte Gerwers. Vor allem die Verlässlichkeit im Offenen Ganztag sei wichtig. Das unterstreicht auch Schulleiterin Britta Koltermann: „Wir sind ungemein froh, die Fortuna als Partner zu haben. Vor allem die menschlichen Kontakte sind ganz entscheidend, hier ist immer jemand vor Ort“.

So kümmern sich momentan abwechselnd sechs Mitarbeiterinnen der Fortuna um die Kinder. „Neben Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung werden natürlich sportliche Aktivitäten angeboten, aber auch Basteln oder Backen“, erklärt Christa Haves, die sichin Millingen seit Beginn im Offenen Ganztag engagiert.

(Quelle: derwesten.de)

Fortuna bietet Training zur Gewaltprävention

Der Sportverein Fortuna Millingen bietet in den Sommerferien ein Gewaltpräventionstraining für Schüler der ersten und zweiten Grundschulklassen an. Als Termine sind Montag, 22. Juli, bis Mittwoch, 24. Juli, jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr geplant. Veranstaltungsort ist die Turnhalle in Millingen. Der Elternabend dazu findet am Montag, 15. Juli, 20 Uhr, im Vereinsheim der Fortuna Millingen statt.

Im „Mut tut gut“-Training setzen sich die Kinder grundsätzlich mit dem Nein-Sagen auseinander. Nein-Sagen zu Gewalt, Drogen, Mutproben, Erpressung, „komische“ Berührungen, Spielzeug „tauschen“ und vielem mehr. Jungen und Mädchen haben in diesem Training die Möglichkeiten, Handlungskompetenzen spielerisch auszuprobieren.

Zum Hintergrund: Kinder, die selbstbewusst sind, sich angenommen und geliebt fühlen, halten auch einmal eine Ungerechtigkeit aus ohne zurück zu schlagen. Sie lassen sich nicht einschüchtern, sondern holen Hilfe, wenn es notwendig ist. Sie toben vielleicht mit anderen Kindern, müssen sich aber nicht ständig beweisen, dass sie größer, stärker und besser sind als andere. In diesem Sinne starke Kinder werden nicht so leicht Opfer.

Auf dem Weg zu mehr Bewegung

Auf dem Weg zu mehr Bewegung

Der Kindergarten St. Quirinus ist auf dem Weg zum Bewegungskindergarten. „Wir beob-achten immer häufiger, dass die Motorik bei Kindern eingeschränkt ist“, sagt Leiterin Roswitha Gernemann-Labenz. Wer fit und beweglich ist, baut zudem weniger Unfälle. „Was liegt da näher, als die Bewegung zu fördern“, sagt Gernemann-Labenz. Zwei Erzieherinnen haben den entsprechenden Kurs für die Zertifizierung schon abgeschlossen. „Der Rest des Teams wird die 70 Lerneinheiten bis Oktober absolviert haben“, teilte die Leiterin mit. Ende des Jahres hofft sie dann, die Urkunde des Landessportbundes NRW in Händen zu halten und ein entsprechendes Außenschild an die Einrichtung am Hofacker in Millingen hängen zu dürfen.

Kooperation mit einem Sportverein

Fortbildung allein reicht aber nicht, um als Bewegungskindergarten anerkannt zu sein. „Voraussetzung ist zudem, dass der Kindergarten bewegungsfreundlich umgestaltet wird“, erklärte Sarah Nienhuys vom Kreissportbund Kleve. Und: Erwartet wird eine Kooperation mit einem Sportverein. „Der entsprechende Vertrag ist bereits unterzeichnet“, so Jürgen Klug, der Vizevorsitzende von Fortuna Millingen.

Kooperation – das bedeutet: gemeinsame Veranstaltungen, gemeinsame Angebote. „Fronleichnam starten wir“, teilte Fortuna-Chef Heinz Lukkezen mit. Während das traditionelle Dorfturnier steigt, bietet der örtliche Sportverein auch erstmals die Möglichkeit für die Kleinen, ein Mini-Sportabzeichen zu machen. „Wir wollen möglichst frühzeitig Kinder für Bewegung und Sport motivieren“, so Lukkezen. Einerseits geht es darum, die Zahl von 750 Fortuna-Mitgliedern aufzustocken, auf der anderen Seite steht der gesundheitsfördernde Aspekt von Bewegung im Fokus des Vereins.

Nicht nur im Inneren des Kindergartens soll es ein Mehr an Möglichkeiten zur Bewegung geben – geplant ist unter anderem eine Sprossenwand im Flur – auch das Außengelände wird so gestaltet, dass hier Anreize zur Bewegung gegeben werden. Ein Bolzplatz soll dort entstehen und vieles mehr. Die Bocholter Garten- und Landschaftsarchitektin Jenny Humbrich ist damit beauftragt. 120 000 Euro wird die Umgestaltung kosten, von der Zentralrendantur gibt es eine Zusage für die Übernahme von 90 000 Euro. „Die restlichen 30 000 Euro müssen die Eltern in Eigenleistung erbringen“, erklärt Heinz Lukkezen, der auch Leiter der Zentralrendantur in Kalkar ist. Dafür müssen aber noch die Eltern motiviert werden.

Gebaut wird in zwei Bauabschnitten. Der erste mit einem Volumen von 95 000 Euro soll 2013 realisiert werden, im kommenden Jahr sollen dann die verbleibenden 25 000 Euro verbaut werden.

(Quelle: derwesten.de)

Mit dem Fortuna-Bus auf Tour

Mit dem Fortuna-Bus auf Tour

Sport, Spiel und Spaß stehen im Mittelpunkt des Sommerprogramms bei der Offenen Ganztagsschule in Millingen. Wenn das Wetter gut ist, soll es so oft wie möglich raus gehen, raus auf den Pausenhof, raus zu Ausflügen und auf Abenteuertour. Gerade letzteres ist den Betreuerinnen wichtig. „Weil das während der Schulzeit nicht möglich ist und wir den Kindern etwas bieten möchten“, erklärt Christa Haves, eine der insgesamt sechs Betreuerinnen.

Deshalb hoffen sie, dass möglichst alle angemeldeten Kinder bis 16 Uhr bleiben. „Es gibt nämlich auch die Möglichkeit, sein Kind nur bis 12 Uhr anzumelden“, erklärt Haves. Doch das bedeutet, dass ganztägige Ausflüge wegfielen oder individuelle Absprachen mit den Eltern getroffen werden müssten.

Das Programm für die Ogata-Sommerzeit vom 9 bis 27. Juli ist noch nicht endgültig ausgearbeitet. „Die Besuche beim Ponyhof Leiting und des Biotopwildparks Anholter Schweiz sind aber ein Muss“, sagt Christa Haves. Gern würde man in diesem Jahr auch das Natur- und Bildungszentrum Wahrsmannshof ansteuern und sich von den Naturschützern das Leben am und im Wasser erklären lassen.

Natürlich geht’s bei gutem Wetter zum Schwimmen. Weitere mögliche Optionen sind ein Besuch des Maislabyrinths in Twisteden. Christa Haves: „In den vergangenen Jahren haben wir auch Ausflüge zum In- und Outdoor-Spielplatz Yupidu nach Bocholt gemacht oder nach Xanten mit Dombesichtigung und Badevergnügen am dortigen Strandbad.“

„Für die Ausflüge erhalten wir den Kleinbus von Fortuna Millingen, dem Trägerverein der Millingener Ganztagsschule“, erklärt Betreuerin Barbara Wenning. Auch bei Regen ist der schon mal unterwegs. Beispielsweise brachte er die Kinder nach Rees ins Cafe Moment mal. In der angeschlossenen Werkstatt wurden die Kinder angeleitet, Keramikteller zu bemalen. Wenn die Kinder vor Ort in Millingen bleiben, können sie den Pausenhof nutzen und aus dem Spieleraum dafür Seilchen, Tennisschläger, die großen Figuren für Mensch-ärgere-Dich-nicht und Vier gewinnt holen. Während die Kinder in der Schulzeit stets ausgewogen ernährt werden, darf es in den Sommerferien auch mal etwas weniger gesund sein. Dann stehen auch mal Pommes und Pizza auf dem Speiseplan. Das Essen wird im Sommer übrigens von den Betreuerinnen und Mithilfe der Kinder selbst gekocht. Vor dem Essen wird gebetet, die Betreuerinnen achten auf gute Tischmanieren.

Viele Kinder haben das Bedürfnis, Neuigkeiten zu erzählen, Probleme anzusprechen. Die Betreuerinnen hören zu, suchen bei Bedarf nach Lösungen für Schwierigkeiten. Das ist auch während der Schulzeit so. „Schließlich sind wir eine Art Familie, für einige sogar der Familienersatz“, weiß Barbara Wenning.

(Quelle: derwesten.de)