100 Jahre Fortuna Millingen: Als Tischtennis Boom-Sportart war

100 Jahre Fortuna Millingen: Als Tischtennis Boom-Sportart war

1972 wurde die Abteilung des Vereins gegründet, die lange Zeit vor allem im Mädchen- und Damenbereich sehr erfolgreich war.

Es ist noch nicht lange her, da stand Tischtennis beim SV Fortuna Millingen kurz vor dem Aus. Als Dietmar Lange 2018 seinen Abschied als Abteilungsleiter verkündete, war nicht sicher, ob in der Halle an der Hauptstraße weiterhin die Platten aufgebaut werden. Schließlich fand sich mit Alexander Schmidt aber ein junger Nachfolger, so dass bei der Fortuna auch zum 100-jährigen Bestehen des Vereins die weißen Plastikbälle über die Netze fliegen.

Ins Leben gerufen wurde die Tischtennis-Abteilung der Fortuna 1972, als erster Leiter fungierte Hans-Bernd Rücker. Vier Jahre später wurde Dietmar Lange Vereinsmitglied. Weil seine Frau Josi einen Friseursalon in Millingen übernahm, meldete sich der heute 68-Jährige bei der Fortuna an. Angefangen hatte Dietmar Lange bei den TTF Neukirchen und war danach zum TTC Schaephuysen gewechselt. Zunächst spielte er nach seinem Umzug noch ein Jahr beim TTV Goch in der Bezirksliga, ehe er anschließend auch für die Fortuna in den Meisterschaftsspielen aufschlug.

1984 schafften die Millinger den Sprung in die Bezirksklasse, doch mit dem prompten Abstieg ein Jahr später verabschiedete sich mit Stefan Tenbrink der stärkste Akteur zum Nachbarn TTV Rees-Groin.

Horst Wanders trainierte die Talente

1980 übernahm Dietmar Lange auch die Leitung der florierenden Abteilung. Das war vor allem Horst Wanders zu verdanken, der als Damen- und Jugendwart für den Verein tätig war. „Er war mit Engagement dabei. Etwas besseres hätte der Abteilung nicht passieren können“, erinnert sich Lange. Schon 1975 erhielt die TTA der Fortuna den Kreispokal für die beste Jugendarbeit. Vor allem die jungen Spielerinnen waren erfolgreich, wurden unter anderem 1979 und 1980 Westdeutscher Mannschaftsmeister der Mädchen. Maria Holzum (heute Beltermann) und Silvia Tenbrink (heute de Rooy) schafften es bis zu Deutschen Meisterschaften.

Trainer Horst Wanders (li.) führte in den 70er und 80er Jahren die Millinger Tischtennis-Spielerinnen – hier Gisela Beltermann, Maria Holzum, Marlies Kalbertodt und Annegret Tenbült – zu vielen Erfolgen. 

Die Entwicklung hatte aber zur Folge, dass Maria Holzum 1983 zum Bundesligisten WRW Kleve wechselte, wo sie heute immer noch in der Regionalliga-Mannschaft aktiv ist. „Wenn Mädchen früher in Millingen Sport machen wollten, gab es ja nur Tischtennis“, erinnert sich Maria Beltermann an ihre Anfänge in den 70er Jahren.

In den 80er Jahren beendete Horst Wanders sein Tischtennis-Engagement in Millingen. „Er wollte den Leistungssport weiter ausbauen, wir jedoch den Hobbybereich mehr fördern. Dazu reichten aber die Hallenkapazitäten nicht, was zu Meinungsverschiedenheiten führte“, erklärt Lange.

Aufstieg in die Oberliga

Auch Silvia Tenbrink ging 1987 zu WRW Kleve, kehrte aber 1990 zur Fortuna zurück – und brachte mit Gudrun Rynders eine weitere starke Spielerin mit. 1991 folgte ohne Punktverlust in der Verbandsliga der erneute Sprung in die Oberliga. Nach dem Abstieg allerdings wenig später pendelte das Damenteam in den nächsten Jahren zwischen Verbands- und Bezirksliga, ehe sich Silvia de Rooy 2010 zum zweiten Mal aus Millingen verabschiedete – in Richtung des Oberligisten TuS Xanten. Weil Dorothea Goertz mit in die Domstadt ging und dann 2012 eine komplette Millinger Mädchenmannschaft zum TTV Rees-Groin wechselte, verließ schließlich auch Claudia Sesing die Fortuna und schloss sich der DJK Rhenania Kleve an. Damit war der erfolgreiche Damenbereich bei der Fortuna Geschichte.

Sechs Jahre führte Christa Haves die Abteilung

2005 übernahm Christa Haves die Leitung der Tischtennis-Abteilung, doch 2011 musste mangels Interessenten für diese Aufgabe doch wieder Dietmar Lange ans Ruder. In den vergangenen Jahren schlug die Fortuna bei den Herren als eine der erfahrensten Mannschaften am Niederrhein auf. „Da hätten wir auch als Ü60 antreten können“, schmunzelt Lange, der mit Manfred Alberts, Peter Heister, Hermann Ruppert und Frank Vievering geballte Routine an die Tischtennisplatten brachte.

Leitete mehr als drei Jahrzehnte die Tischtennisabteilung der Fortuna und stand immer auch selber an der Platte: Dietmar Lange

Inzwischen hat Lange, der sich einige Zeit auch um die Internetseite des Hauptvereins kümmerte, nicht nur den Chefposten der Abteilung abgegeben, er packt auch den Schläger kaum noch an. Die Schulter mache nicht mehr mit, bedauert der 68-Jährige, der mit einem Noppenbelag auf der Rückhand ein Allroundspiel bevorzugte.

Nachwuchsarbeit ist elementar

Nichtsdestotrotz wird Lange der Fortuna weiterhin eng verbunden bleiben. Er wünscht sich, dass 2022 das 50-jährige Bestehen der Abteilung ordentlich gefeiert werden kann und sich künftig in Millingen wieder mehr Kinder und Jugendliche für den Tischtennissport begeistern lassen. Ohne Nachwuchs könne sich auf Dauer kein Verein halten, weiß der selbstständige Maschinenbaukonstrukteur aus der Vergangenheit nur zu gut, wie elementar das Engagement in diesem Bereich ist.

In den letzten Jahren versuchte die Tischtennisabteilung die Nachwuchsarbeit in der Millinger Sporthalle wieder zu forcieren.

Quelle: NRZ online

40 Jahres Tennissport bei der Fortuna

40 Jahres Tennissport bei der Fortuna

1980 gründete Fortuna die Tennis-Abteilung. Sie hofft auf steigendes Interesse an der Sportart.

Artikel der Rheinischen Post vom 6. August: 2020 ist für Millingen das Jahr der Jubiläen: Vor 900 Jahre wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt, vor 100 Jahren wurden das Tambourkorps Millingen, der Löschzug Millingen der Freiwilligen Feuerwehr Rees gegründet und der Sportverein Fortuna Millingen gegründet. „Daran gemessen sind die 40 Jahre unserer Tennisabteilung ein kleiner Zeitraum, aber wir sorgen dafür, dass sie noch lange besteht und zur Bereicherung des sportlichen Angebots in unserem Dorf einen Beitrag leistet“, sagt Hans-Georg Reichstein, der Vorsitzende der Tennisabteilung bei Fortuna Millingen.

Ungefähr 50 Freunde des Tennissports versammelten sich im Oktober 1980 und schufen die neue Abteilung im Traditionsverein. Günter Boland regelte maßgeblich alle nötigen Formalitäten und übernahm auch das Amt des ersten Vorsitzenden. Der wenige Jahre später von Boris Becker und Steffi Graf ausgelöste Tennisboom sorgte dafür, dass der Verein rasch auf mehr als 300 Mitglieder anwuchs.

Zunächst standen drei Tennisplätze zur Verfügung, 1995 kamen zwei weitere hinzu. Aus einer alten Scheune entstand mit viel Herzblut und Eigenleistung ein Tennisheim, das auch heute noch genutzt wird. „Leider ließ im Laufe der Jahre das Interesse am Tennissport nach und jüngere Spieler, die ja die Zukunft eines Vereins garantieren, wurden immer seltener“, sagt Hans-Georg Reichstein. Die Zahl der Mitglieder sank, zwei Tennisplätze wurden aufgegeben. Wolfgang Kremer organisierte den Rückbau und konsolidierte die Sportanlage auf die aktuellen Bedürfnisse.

2018 richteten die Millinger auf ihrer Anlage die Reeser Stadtmeisterschaften aus, parallel läuft seit vier Jahren eine Kooperation mit der benachbarten Grundschule St. Quirinus, um wieder verstärkt den Nachwuchs auf den Tennissport aufmerksam zu machen. „Wir hoffen, dass künftig wieder mehr Bürger und Bürgerinnen Freude an diesem schönen Sport finden und unser Clubleben bereichern“, sagt Hans-Georg Reichstein.

Das 40-jährige Bestehen will die Tennisabteilung im November feiern, Corona-bedingt aber nur im kleinen Kreis. Dabei sollen dann auch die treuesten Mitglieder und die Gründerväter geehrt werden.

Beitragsbild: Günter Boland war der erste Vorsitzende der Millinger Tennissportler. Heute hat Hans-Georg Reichstein dieses Amt inne. Gregor Ising war Vorstandsmitglied der ersten Stunde (vl.).    

Quelle: Rheinische Post

Doppelter Grund zur Freude trotz Jubiläums-Verschiebung

Doppelter Grund zur Freude trotz Jubiläums-Verschiebung

Am gestrigen Donnerstag hätten auf der Platzanlage an der Bruchstraße eigentlich die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Fortuna mit dem traditionell am Fronleichnahmstag ausgetragenen Dorfturnier beginnen sollen. Auch wenn die Corona-Pandemie diesen Plan bekanntlich durchkreuze und auch bei der Fortuna umgeplant werden musste, gab es bei Fortuna Millingen gestern doppelten Grund zur Freude.

Zum einen wurde die von Heinz Lukkezen anlässlich des 100-jährigen Bestehens des SV Fortuna Millingen e.V. verfasste und 456 Seiten starke Chronik mit zahlreichen Erinnerungen und Anekdoten aus einem ganzen Jahrhundert Vereinsgeschichte auf der Platzanlage präsentiert. Zum anderen konnte Klaus Sesing mit Johannes Giesen und Häns Groll zwei Vereinsmitglieder auszeichnen, die der Fortuna bereits seit der Nachkriegszeit die Treue halten, auf eine 75-jährige Mitgliedschaft zurückblicken und damit die beiden “dienstältesten” Fortuna-Mitglieder sind.

Vieles von dem, was Johannes Giesen und Häns Groll aus zusammen 150 Jahren der Mitgliedschaft bei der Fortuna aus der Vereinsgeschichte berichten können, sowie wertvolle Berichte aus der Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs hat Heinz Lukkezen in der Chronik festgehalten. Es soll, so schreibt er in seinem Vorwort ein “Nachschlagewerk für all diejenigen [sein], die die Geschichte von Fortuna Millingen und seinen Weg von den Anfängen bis heute nachvollziehen oder verstehen möchten.” Seit seiner Pensionierung im Jahr 2016 hat Lukkezen unzählige Stunden in das opulente Werk investiert. “Es gab fast keinen Tag, an dem ich nicht daran gearbeitet habe”, so der 68-jährige, der sich seit 1973 im Vorstand der Fortuna als Kassenwart, Geschäftsführer, Erster Vorsitzender und Vorstandsbeisitzer der OGATA ehrenamtlich engagiert. Allein das Inhaltsverzeichnis der eindrucksvollen und in Zusammenarbeit mit der Firma Busch hochwertig produzierten Chronik umfasst sieben Seiten und führt stichpunktartig wichtige Wegmarken der Fortuna-Geschichte auf, welche chronologisch und mit vielen Bildern, Geschichten und Erzählungen im umfangreichen Hauptteil des Buches detailliert erläutert werden.

Nachdem Lukkezen bereits vor einigen Jahren mitteilte, zum 100-jährigen Bestehen der Fortuna eine Chronik zu verfassen zu wollen und sich viele Freundinnen und Freunde der Fortuna schon auf das in einer limitierten Auflage von 600 Stück produzierte Buch gefreut haben, wurde dieses am vergangenen Donnerstag nun präsentiert und erstmals verkauft. In einer kurzen Ansprache bedankte sich der erste Vorsitzender der Fortuna Klaus Sesing herzlich beim sichtlich ergriffenen Heinz Lukkezen für die aufwendige Erstellung der Chronik und die damit verbundene geleistete Arbeit im Sinne der Fortuna. Vielen Mitglieder der Fortuna, vielen Millingerinnen und Millinger aber sicher auch einigen Interessierten außerhalb von Millingen biete diese Chronik eine besondere Gelegenheit zu einer Zeitreise durch 100 Jahre Fortuna Millingen und zum Nachlesen der Entwicklung des Vereins vom Fußballklub zum Breitensportverein.

Trotz des bedauerlichen Umstands, dass die Chronik nicht wie geplant zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten und damit in einem gebührenden Rahmen stattfinden konnte, sicherten sich viele Interessierte bei erster Gelegenheit eine Ausführung der Chronik. Insgesamt verzeichnete der Vorstand am Abend 200 verkaufte Exemplare und weist darauf hin, dass die Chronik nach wie erworben werden kann. Passend zum Gründungsjahr beträgt der offizielle Preis 19,20€. Dieser Betrag ist aber bei Weitem nicht nicht kostendeckend. „Es ist ein sehr hochwertiges Buch, wer möchte, darf gerne auch mehr geben“, so Heinz Lukkezen.

Sollten auch Sie Interesse an der Chronik haben, kontaktieren Sie gerne direkt unseren ersten Vorsitzenden Klaus Sesing oder unseren Geschäftsführer Nicolas te Baay.

Aber nicht nur der Verkauf der Chronik musste aufgrund des Ausfalls des Jubiläums und der aktuellen gesundheitlichen Lage in einem anderen Rahmen als dem zunächst geplanten stattfinden. Wie eingangs erwähnt, konnte Klaus Sesing am vergangenen Donnerstag mit Häns Groll und Johannes Giesen gleich zwei Mitglieder für ihre 75-jährige Mitgliedschaft bei Fortuna Millingen auszeichnen. In seiner Rede erinnerte Klaus Sesing daran, dass die beiden damit dem Verein seit ihrem Eintritt unmittelbar nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die Treue halten und damit die beiden “dienstältesten” Fortunen seien. Kaum vorstellbar erscheint heute, dass Johannes Giesen und Häns Groll damit bereits zu einer Zeit bei der Fortuna “kickten”, als die Platzanlage an der Bruchstraße noch von Schützen- und Laufgräben durchzogen war und auch der damals noch Millinger Fußballklub heißende und die Farben blau und gelb sei Eigen nennende Verein um viele gefallene Vereinsmitglieder trauerte. Bis heute, so Sesing in seiner Ansprache an die Jubilare, verfolgten die beiden die Geschicke der Fortuna. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er ihnen einen Strauß Blumen sowie ein Exemplar der Chronik und lud sie anschließend zu einem Kaffeetrinken in kleinster Runde in das Vereinsheim ein.

Bei Kaffee und Kuchen berichteten die beiden unter Einhaltung der Mindestabstände und der geltenden Personenhöchstgrenze von ihren Erlebnisse aus 75 Jahren Fortuna-Mitgliedschaft und tauschten Sich mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins über aktuelle Entwicklungen und Geschehnisse rund um die Fortuna aus. Auch den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Presse standen die beiden Rede und Antwort. So schilderte Johannes Giesen auf plattdeutsch seine Eindrücke und Häns Groll berichtete stolz davon, dass er bereits mit Uwe Seeeler zusammengespielt habe. “Er in Hamburg, ich in Millingen”, ergänzte er mit einem Augenzwinkern.

Trotz der besonderen Umstände blickt Fortuna Millingen daher auf einen Fronleichnamstag zurück, welcher zwar erstmals seit vielen Jahren ohne die Ausrichtung des Dorfturniers ablief, aber dennoch doppelten Grund zur Freude bot und die Fortuna mit Vorfreude auf das ins kommende Jahr verschobene Jubiläum blicken lässt.

In der nachfolgenden Bildergalerie finden Sie einige Impressionen:

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Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen erscheint trotz Verschiebung des Jubiläums

Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen erscheint trotz Verschiebung des Jubiläums

Liebe Freundinnen und Freunde des SV Fortuna Millingen,

insbesondere angesichts der Situation, dass wir die geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum “Corona-bedingt” verschieben mussten, freuen wir uns umso mehr, dass wir die in den letzten fünf Jahren unter der Federführung von Heinz Lukkezen erstellte Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen des SV Fortuna Millingen 1920 e.V. wie geplant in diesem Jahr veröffentlichen werden.

Das gut 450 Seiten dicke Buch mit allen möglichen Informationen, Geschichten und Erinnerungen aus 100 Jahren Fortuna wird derzeit in einer limitierten Auflage von 600 Stück gedruckt und wird voraussichtlich ab Juni verfügbar sein.

In welcher Form die Chronik vorgestellt und veröffentlicht wird werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Homepage bekanntgeben. Ebenso werden wir zeitnah mitteilen auf welchem Wegen die Chronik erworben werden kann.

Lage um Corona-Virus verhindert geplante Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum

Lage um Corona-Virus verhindert geplante  Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum

Liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden,

nachdem in den vergangenen Wochen die Zweifel hinsichtlich der Frage, ob das ursprünglich für den 11. bis 14. Juni geplante Fest zum 100-jährigen Bestehen der Fortuna angesichts Lage rund um das Corona-Virus immer lauter wurden, hat uns die gestrige Erklärung der Bundesregierung und der Länder (Hier geht’s zur Erklärung) eine schwere Entscheidung abgenommen.

Gemäß dieser politischen und von Gesundheitsexperten empfohlenen Regelungen können Großveranstaltungen bis einschließlich zum 31. August 2020 nicht stattfinden. Da wir als Verein die politischen und gesamtgesellschaftlichen Bemühungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus uneingeschränkt unterstützen, müssen wir schweren Herzens mitteilen, dass die für den 11. bis 14. Juni 2020 geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Fortuna Millingen nicht stattfinden können.

Da es uns jedoch ungeachtet der aktuellen Lage ein wichtiges Anliegen ist, den “runden Geburtstag” unseres Vereins gebührend und ausgelassen zu feiern, sehen unsere derzeitigen Planungen eine Verschiebung des Jubiläums um ein Jahr vor. Demnach hoffen wir die Feierlichkeiten beginnend mit unserem traditionellen Dorfturnier an Fronleichnam vom 3. bis 6. Juni 2021 nachholen zu können – genauere Informationen werden wir aber zu gegebener Zeit auf unserer Homepage veröffentlichen.

An dieser Stelle sei zudem auf folgendes hingewiesen: Da die eingangs erwähnte Erklärung vom 15. April eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai vorsieht, bleibt der Spiel- und Trainingsbetrieb aller Abteilungen von Fortuna Millingen bis auf weiteres ausgesetzt. Auch der Sportplatz an der Bruchstraße, die Tennisanlage an der Hauptstraße und die Turnhalle der Tischtennis-Abteilung bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Wir informieren auf unserer Internetseite, wenn die Sportanlagen wieder geöffnet und/oder der Spiel- und Trainingsbetrieb einzelner Abteilungen wieder aufgenommen werden kann.

Bleiben Sie gesund!

Vorstand des SV Fortuna Millingen

Ein Verein mit Idealen feiert Jubiläum

Ein Verein mit Idealen feiert Jubiläum

Es war einr geselliger, abwechslungsreicher Geburtstag, den Fortuna Millingen am Wochenende feierte. Vier Tage lang präsentierten sich die Rot-Weißen von ihrer besten Seite und boten auf der Platzanlage an der Bruchstraße ein attraktives Programm für jung und alt. Der Anlass: Die zentrale Anlaufstelle für Fußball, Tennis, Tischtennis, Turnen und Laufen in Millingen kann auf runde 90 Jahre zurückblicken.

Viele Vertreter aus Politik und Sport trugen sich beim Festakt am Freitagabend in die Liste der Gratulanten ein. Allen voran der Reeser Bürgermeister, der aus seiner aktiven Fußballerzeit seine ganz eigenen Erinnerungen mitbrachte: „Ich weiß noch, dass wir hier in einem sehr körperbetontem Spiel vor 25 Jahren 2:2 mit BW Dingden gespielt haben“, erinnerte sich Christoph Gerwers, der beim „vitalen und agilen Verein“ insbesondere die gelungene Zusammenarbeit mit der Offenen Ganztagsschule hervorhob.

Eine lange Liste mit Gratulanten

Ortsvorsteher Günter Boland lobte die Fortuna als „Leistungsträger, der viele besondere Aufgaben im Dorf erfüllt“ und für den Kreisvorsitzenden Hans-Achim Peters sind die Rot-Weißen ein Verein, der „nicht nur aus der Bevölkerung erwachsen, sondern auch von ihr getragen wird“. Ebenso sprachen Dieter Bauhaus vom Stadtsportbund sowie viele Vertreter der umliegenden Vereine ihre Glückwünsche aus.

Heinz Lukkezzen konnte als Gastgeber daher mehr als zufrieden durch die Veranstaltung führen: „Der Verein hat es geschafft, seine Ideale zu bewahren“, stellte der Fortuna-Präsident fest. Dazu gehören für ihn insbesondere das Ehrenamt, demokratische Strukturen, die Jugendarbeit, Gemeinschaft und Geselligkeit. „Das 90-jährige Jubiläum kennzeichnet kein Ende, sondern gibt uns die Möglichkeit, einen Moment innezuhalten“, resümierte er.

Auf einen Blick auf die Vereinshistorie, die am 11. April 1920 mit 30 Mitgliedern begann, verzichtete Lukkezzen aus Zeitgründen: „Da gäbe es vieles, was es zu erwähnen wert wäre.“ Beispielsweise, dass die Fortuna mit Werner Buttgereit und Franz-Josef Tenhagen gleich zwei noch heute bekannte Bundesligaspieler hervorbrachte. Beide traten auch am Freitagabend beim Veteranenspiel gegen eine Stadtauswahl noch einmal für die Rot-Weißen gegen den Ball. Endstand in geselliger Atmosphäre: 4:1 für die Rot-Weißen.

Positive Entwicklung

Die jüngste positive Entwicklung im Verein konnte bereits zum Auftakt am Donnerstag begutachtet werden. Die U-15-Juniorinnen und die Damen trafen jeweils auf die Pendants von Eintracht Emmerich. Die Frauenfußballabteilung gibt es bei der Fortuna erst seit 2007. Am Samstag gab es dann das mittlerweile schon traditionelle Dorfturnier. Als beste von 13 Hobbymannschaften erwies sich hier der „7. Zug“, der den Volksbank-Pokal mit nach Hause nehmen durfte. Abends konnte im eigens aufgestellten Festzelt in der rot-weißen Nacht gefeiert werden.

Am nächsten Morgen folgte das musikalische Frühschoppen mit einem Rahmenprogramm für die ganze Familie, ehe am Nachmittag ein Spiel zwischen der aktuellen A-Liga-Mannschaft und der Aufstiegsmannschaft von 2000 das Ende des gelungenen Festwochenendes markierte.

(Quelle: derwesten.de)