Fortuna will ein unangenehmer Gegner sein

Fortuna will ein unangenehmer Gegner sein

Mit einer Woche Verspätung startet unsere Fortuna am 13. September beim SV Vrasselt in die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga. In der Vorbereitung wurde viel und hart trainiert, um als Aufsteiger in der Bezirksliga konkurrenzfähig zu sein. „Die Jungs werden topfit sein“, sagt Trainer Rolf Sent, der allerdings zuletzt selbst gut vier Wochen aufgrund einer Knie-OP nicht dabei sein konnte. „Das ließ sich nicht mehr aufschieben“, so der 56-Jährige. Da Sent zudem noch eine Reha antrat, übernahm Co-Trainer Peter Lörcks längere Zeit die Verantwortung bei den Übungseinheiten und den Testspielen.

Dass der Fortuna eine schwere Saison bevorsteht, ist allen Beteiligten bewusst. „Die Jungs waren anfangs schon ein wenig skeptisch, inzwischen haben wir aber ein gutes Spielsystem und die Euphorie ist da“, sagt Sent, der trotz des Verlustes von wichtigen Spielern optimistisch in die Saison geht. Mit Jan Schöttler (VfL Rhede) und Dario Gerling (SV Vrasselt) musste unsere Fortuna zwei offensive Leistungsträger der zurückliegenden Saison ziehen lassen, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatten. Zudem verließ auch Torwart Rene Konst Fortuna Millingen in Richtung Landesligist VfL Rhede. Ungeachtet dessen will Fortuna Millingen auch in der neuen Spielklasse ein unangenehmer Gegner sein.

Mit Mario Stempel (Hamminkelner SV II) und Nico Becker (SV Haldern II) wechselten zwei Akteure an die Bruchstraße. Da Stempel vor kurzem eine neue Lehre begonnen hat, muss er jedoch von Beginn an kürzertreten. Niko Becker laboriert aktuell mit einer Verhärtung im Oberschenkel, ist aber ansonsten ein möglicher Kandidat für die Startelf. Fortuna Millingen freut sich zudem, dass mit Niklas Neijenhuis und Nicolas Hansen zwei Jungs aus der eigenen Jugend den Sprung in den Bezirksliga-Kader geschafft haben. Trotz des Aufstiegs und der damit einhergehenden sportlichen Herausforderung führt Fortuna Millingen damit den in der jüngeren Vergangenheit erfolgreich beschrittenen Weg, Talente aus der eigenen Jugend die Möglichkeit zu geben, sich in den Seniorenmannschaften zu zeigen, fort.

Fußball-Größe Franz-Josef Tenhangen – ein Millinger in der Bundesliga und im Nationaldress

Fußball-Größe Franz-Josef Tenhangen – ein Millinger in der Bundesliga und im Nationaldress

Franz-Josef Tenhagen gehört zu den Legenden des VfL Bochum, für den er als Spieler und Trainer in der Bundesliga aktiv war. Der Millinger bestritt zudem drei Länderspiele. Noch heute ärgert ihn, dass er vom damaligen Bundestrainer Helmut Schön aus dem Aufgebot für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien gestrichen wurde. Im Juli blickte die Rheinische Post in ihrere Reihe “Fußball-Größen im Kreis Kleve” auf eine außergewöhnliche Karriere, die bei Fortuna Millingen ihren Anfang nahm.

Es ist der 12. Juni 1977, als 180.000 Fans im ehrwürdigen Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro auf den Anpfiff des Fußball-Länderspiels zwischen Brasilien und Deutschland warten. In den Katakomben der Arena ist auch der 25-jährige Franz-Josef „Jupp“ Tenhagen vom VfL Bochum, der an diesem Tag sein zweites Länderspiel für die deutsche Auswahl bestreiten wird. Trainer Helmut Schön wechselt den Abwehrstrategen in der 79. Minute für Bernd Hölzenbein ein. „In dem Stadion herrschte eine unbeschreibliche Atmosphäre. Die unfassbar vielen Zuschauer sangen schon weit vor und während der Partie. Die Stimmung war einzigartig, es war Gänsehaut pur“, erinnert sich Tenhagen 43 Jahre später an diese Begegnung, die 1:1 endete.

Franz-Josef Tenhagen 1977 bei seinem dritten Einsatz im Nationaltrikot beim Länderspiel gegen Wales

Zwei weitere Partien im Nationaltrikot stehen für den Millinger noch zu Buche. Als er im April beim 2:1-Sieg in Belgrad gegen Jugoslawien sein Debüt feierte, bereitete ihm sein Heimatdorf bei seiner Rückkehr einen triumphalen Empfang und ließ das Tambourcorps aufspielen. Im selben Jahr absolvierte Tenhagen auch noch sein drittes und letztes Länderspiel in Dortmund gegen Wales (1:1). Für den ersten Nationalspieler, den der VfL Bochum stellte, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Er gehörte dem vorläufigen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Argentinien an, doch im letzten Moment wurde er von Helmut Schön gestrichen. „Ich habe davon abends im Sportstudio erfahren. Das war kein guter Stil“, ärgert sich Tenhagen noch heute über die Ausbootung.

Bei Fortuna Millingen fing seine Karriere an. Seine besonderen Förderer waren Trainer Erwin van Leeuwen und Gerd Kremer, die das Talent des Jungspunds erkannten. „Beide haben viel für mich getan“, erinnert sich Tenhagen, dessen Eltern damals noch nicht über ein Auto verfügten. „Gerd und Erwin haben mich immer zu den Auswahl-Lehrgängen gefahren. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Tenhagen.

Schon in seinen ersten beiden Profijahren war Tenhagen aus der Elf von Rot-Weiß Oberhausen nicht wegzudenken. Er avancierte sofort zur Stammkraft und kam auf 64 Bundesliga-Spiele. Ab der Saison 1973/74 kickte er für den VfL Bochum. Damit begann eine Liaison, die bis heute anhält. In seinen 306 Einsätzen für den VfL erarbeitete sich Tenhagen einen Kultstatus und und gehört wie Ata Lameck oder Hermann Gerland zum kleinen Kreis der Bochumer Legenden.

Unterbrochen wurde seine Tätigkeit beim VfL im Jahr 1981. Tenhagen hatte just zuvor seinen Vertrag um vier Jahre verlängert, doch finanzielle Nöte zwangen den VfL zum Verkauf seines besten Spielers – für 550.000 Mark wechselte Franz-Josef Tenhagen für drei Jahre zu Borussia Dortmund. Danach ging es wieder zurück zum VfL.

In all den Jahren als Spieler blieb Tenhagen der Region verbunden. Dabei gab es etliche Klubs, die sich die Dienste des heute 67-jährigen sichern wollten. Stuttgarts Coach Jürgen Sundermann hatte ihn auf seiner Wunschliste, ebenso Jupp Heynckes als Verantwortlicher von Borussia Mönchengladbach. 1977 gab es gar eine äußerst konkrete Anfrage von Dettmar Cramer. Der damalige Trainer von Bayern München suchte einen Nachfolger für Franz Beckenbauer. Den „Kaiser“ zog es zu Cosmos New York, doch Tenhagen lehnte ab. „Meiner Karriere als Nationalspieler wäre dies sicherlich förderlich gewesen. Doch ich bin mit mir im Reinen, ich habe alles richtig gemacht und bin ein rundum zufriedener Mensch“, sagt Franz-Josef Tenhagen.

Neben dem Länderspiel im Maracanã-Stadion sind dem in Haldern wohnenden Ex-Profi besonders zwei Spiele in Erinnerung geblieben. Zum einen der 6:0-Sieg im Jahr 1981 im Gelsenkirchener Parkstadion im Klassiker gegen den FC Schalke 04. „Wir haben die Schalker im eigenen Stadion förmlich an die Wand gespielt“, sagt er. Zum anderen bleibt für ihn das 5:6 gegen Bayern München in der Saison 1976/77 unvergesslich. Nach 53 Minuten lag der VfL gegen den hohen Favoriten mit 4:0 vorne. Innerhalb von 19 Minuten glich die Star-Truppe von der Isar aus. Uli Hoeneß sorgte dann für die 5:4-Führung der Gäste, die Jupp Kaczor egalisieren konnte. Doch in der 89. Minute machte wiederum Hoeneß alles klar. „Für die Zuschauer war es herrlich . Obwohl wir verloren haben, ist es auch für uns Spieler ein Super-Erlebnis gewesen“, sagt der ehemalige Vorzeige-Profi.

Als Co-Trainer startete er seine zweite Karriere – natürlich beim VfL Bochum mit Kumpel Hermann Gerland. Danach wurde er in Bochum Chefcoach (Beitragsbild). Weitere Stationen als Trainer waren Fortuna Köln, 1. FC Bocholt, Wattenscheid 09 und LR Ahlen. Mit den beiden letztgenannten Klubs schaffte Tenhagen jeweils den Sprung in die Zweite Bundesliga. Seine letzten Jahre als Trainer stand er beim SV Grieth an der Linie.

Den direkten Kontakt zum Fußball hat Jupp Tenhagen nach wie vor. Beim VfL Bochum gehört er dem Präsidium an. Und durch sein Sportgeschäft in Emmerich sowie seine Fußballschule ist er mit vielen Vereinen der Region eng verknüpft. „Mein Leben ist vom Fußball geprägt“, sagt Jupp Tenhagen.

Franz-Josef Tenhagen – hier in seinem Geschäft – hat auch heute noch Kontakt zu vielen Klubs.

Die Stationen von Franz-Josef Tenhagen

Spieler Fortuna Millingen, RW Oberhausen (1971 bis 1973), VfL Bochum (1973 bis 1981), Borussia Dortmund (1981 bis 1984), VfL Bochum (1984 bis 1988)

Trainer VfL Bochum (1988 bis 1989), Fortuna Köln (1989 bis 1990), 1. FC Bocholt (1991 bis 1996), SG Wattenscheid 09 (1996 bis 1998), LR Ahlen (1998 bis 2000), 1. FC Bocholt (2001 bis 2007), SV Grieth (2009 bis 2011)

Quelle: rp-online.de

Millinger Talent Werner Buttgereit in der Serie “Fußball-Größen aus dem Kreis Kleve”

Millinger Talent Werner Buttgereit in der Serie “Fußball-Größen aus dem Kreis Kleve”

Werner Buttgereit, der aus Millingen stammt und nun in Kalkar-Niedermörmter wohnt, blickt auf eine lange und erfolgreiche Profi-Laufbahn zurück. Er war beim Uerdinger Jahrhundertspiel gegen Dresden und dem Pokal-Coup gegen Bayern München dabei. Noch heute schwärmt er von diesen beiden Partien. Seine erfolgreichsten Jahre erlebte er als Fußballer im Trikot von Bayer Uerdingen (Beitragsbild). Im Juli blickte die Rheinische Post auf eine Karriere, die bei Fortuna Millingen begann.

Sportjournalisten kürten 2007 die Europapokal-Partie zwischen Bayer Uerdingen und Dynamo Dresden zum größten Fußballspiel aller Zeiten. Zu den Protagonisten auf dem Feld gehörte auch ein junger Mann aus dem Reeser Ortsteil Millingen: Werner Buttgereit. Der damals 27-Jährige stand 1986 in beiden Partien auf dem Feld und hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Werkself aus Uerdingen.

Im Viertelfinale des Europapokals musste die Bayer-Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Feldkamp sich in Dresden dem DDR-Oberligisten mit 0:2 geschlagen geben. Auch in der heimischen Grotenburg lief es anfangs alles andere als optimal. Zur Pause führten die Sachsen bereits mit 3:1. Feldkamp hatte das Spiel anscheinend schon abgehakt. „Er appellierte in der Halbzeit an uns, dass wir uns wegen der vielen Zuschauer vor dem Fernseher bitte ordentlich aus dem Wettbewerb verabschieden mögen“, sagt Buttgereit rückblickend. Auch für viele Stadionbesucher war die Partie gelaufen. „Als wir zur zweiten Halbzeit den Platz betraten, war die Grotenburg halbleer.“

Doch das sollte sich schnell ändern, denn auf dem Rasen tat sich Erstaunliches – und viele Fans kehrten auf ihre Plätze zurück. Auch die 18 Millionen TV-Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. In der 63. Minute glich Bayer zum 3:3 aus, danach fielen die Tore fast im Minutentakt, so dass es am Ende einen nicht mehr für möglich gehaltenen 7:3-Sieg gab. „Es war ein durch und durch ganz irres Ding“, sagt Buttgereit über die Partie, die als „Wunder von der Grotenburg“ in die Sportgeschichte einging.

Seine Fußball-Karriere hatte recht beschaulich angefangen. Bis zum 17. Lebensjahr kickte er bei Fortuna Millingen, doch sein Talent war unübersehbar. Über die Kreisauswahl und die Westdeutsche Auswahl, die er als Kapitän anführte, kam er zum MSV Duisburg, der zu der Zeit zu den Top-Adressen im Nachwuchsbereich zählte. Buttgereit wurde unter Coach Rolf Schafstall sofort Stammkraft und gewann mit den A-Junioren der Zebras 1977 die Deutsche Meisterschaft durch ein 2:1 gegen den VfB Stuttgart.

Dann war Koffertragen angesagt. In seinem ersten Profijahr beim MSV saß Buttgereit nur auf der Tribüne. Zu groß war das Staraufgebot mit Assen wie Bernard Dietz, Ronald Worm, Kurt Jara und Rudi Seliger. Eine Saison später hatte Rolf Schafstall als Trainer das Sagen. Buttgereit glänzte in den Übungseinheiten und erwies sich als höchst unangenehmer Gegenpart. Er war flink, beweglich und extrem ausdauernd, weshalb an ihm in der Rückrunde der Saison 1979/80 kein Weg vorbeiführte. „Ich habe im Training unheimlich Gas gegeben. Der Lohn war, dass meine Einsatzzeiten immer länger wurden“, sagt Buttgereit, der aber, weil es anfangs in Duisburg nicht so gut für ihn lief, schon einen Vertrag bei Rot-Weiß Oberhausen unterschrieben hatte.

as Kapitel in der Zweiten Liga beendete er aber nach einer Saison, da Bayer Uerdingen ihn zu sich lotste. Und in der Saison 1982/83 war es so weit: Die Elf von Timo Konietzka setzte sich in der Relegation gegen den favorisierten FC Schalke 04 durch und stieg in die Eliteliga auf. Vor 65.000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion reichte Bayer ein 1:1, das Heimspiel hatte man mit 3:1 gewonnen.

Mit dem Aufstieg begann die erfolgreichste Zeit der Uerdinger, die 1985 im Pokalsieg gipfelte. Erstmals wurde das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Und Bayer Uerdingen sorgte beim 2:1 gegen Bayern München für eine der größten Überraschungen der deutschen Fußball-Geschichte.

Dabei waren die Münchener gewohnt selbstbewusst nach Berlin gereist und hatten im Hotel, in dem auch der Uerdinger Tross untergebracht war, für die Siegesfeier den Bankettsaal angemietet. „Es sollte aber ganz anders kommen“, so Buttgereit. Denn der Außenseiter drehte im Finale mächtig auf. „Wir haben die Bayern regelrecht übers Feld gehetzt.“ Buttgereit und Karl-Heinz Wöhrlin bekamen von Trainer Karl-Heinz Feldkamp Sonderaufgaben zugeteilt. Wöhrlin sollte sich um Münchens Flügelflitzer Ludwig Kögl kümmern, Buttgereit die Kreise von Lothar Matthäus einengen. „Beide haben überragend gespielt“, so Feldkamp damals.

Beim 2:1-Sieg lieferte Buttgereit jeweils die Vorarbeit zu den Treffern von Horst Feilzer und Wolfgang Schäfer. „Das war mein bestes Spiel als Profi. Ich habe dem Lothar ständig auf den Füßen gestanden, so dass er sich immer mehr nach hinten zurückgezogen hat. Mir kam dabei auch entgegen, dass es an dem Tag unheimlich heiß war“, so Buttgereit. Übrigens: Im Bankettsaal feierten dann die Uerdinger ihren größten Triumph in der Vereinsgeschichte bis in die frühen Morgenstunden.

Beinahe wäre Buttgereit auch noch beim FC Schalke 04 gelandet. In der Saison 1987/88 riss dem Dauerläufer, der 200 Pflichtspiele für Bayer absolvierte, beim Training das Innenband. Pech für Buttgereit, dass sein Vertrag in Uerdingen auslief und nicht verlängert wurde. Er hielt sich aber fit und trainierte einige Wochen bei den Königsblauen. Es gab auch eine Zusage für einen Vertrag, doch Trainer- und Vorstandswechsel im Klub verhinderten eine Verpflichtung. So ging es für Werner Buttgereit in den Süden. Er schloss sich dem aufstrebenden Oberligisten Türk Gücü München an. Zwei Jahre später zog es Buttgereit, der mit seiner Familie in Niedermörmter wohnt, zurück in heimatliche Gefilde. Er kickte noch eine Saison für den 1. FC Bocholt, ehe er 1991 beim damaligen Landesligisten SV Vrasselt als Spielertrainer anheuerte. Weitere Stationen als Coach folgten unter anderem bei Viktoria Goch, dem SV Sonsbeck und 1. FC Kleve.

„Ich habe alles richtig gemacht“, blickt Buttgereit auf 13 Jahre als Profif zurück. Vor seiner Sportkarriere hatte er eine Lehre zum Maschinenschlosser bei der Emmericher Firma Probat absolviert. Heute ist er seit mehr als zwei Jahrzehnten bei der Stadt Goch tätig. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann Werner Buttgereit sich als Trainer zu engagieren, so wie hier abgebildet beim 1. FC Kleve.

Die Laufbahn von Werner Buttgereit

Stationen als Spieler 1977 bis 1980 MSV Duisburg (1977 bis 1980), Rot-Weiß Oberhausen (1980 bis 1981), Bayer Uerdingen (1981 bis 1988), Türk Gücü München (1988 bis 1990), 1. FC Bocholt (1990 bis 1991), SV Vrasselt (1991 bis 1992).

Stationen als Trainer Unter anderen MSV Duisburg U 19, Olympia Bocholt, 1. FC Kleve und SV Sonsbeck.

Quelle: rp-online.de

Werde Jugendtrainer/in bei Fortuna Millingen

Werde Jugendtrainer/in bei Fortuna Millingen

Fortuna Millingen ist auf der Suche nach engagierten und fußballbegeisterten Menschen die sich in unserem Verein als Trainer/in oder Betreuer/in im Jugendbereich einbringen möchten.

Du bist fußballbegeistert und ein echter Team-Player?
Du hast Freude am Umgang mit ehrgeizigen Spielerinnen und Spielern?
du bist auf der Suche nach einem Verein mit familiärem Umfeld, der dich bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt?

Dann bist du bei Fortuna Millingen genau richtig und vielleicht haben wir ja dein Interesse geweckt!

Wir würden uns freuen, dich als Jugendtrainer/in gewinnen zu können – weitere Infos kannst du der folgenden Grafik entnehmen:

Unser Trainer Rolf Sent im Interview mit der RP

Unser Trainer Rolf Sent im Interview mit der RP

Aus der Rheinischen Post vom 5. August 2020: Der Trainer hat mit Fortuna Millingen den Aufstieg geschafft. Er spricht über die Chancen seiner Mannschaft, junge Leute und Flaschenpfand.

Fortuna Millingen, Neuling in der Fußball-Bezirksliga, hat am Freitag die Aufstiegsfete auf der eigenen Anlage nachgeholt. „Mit großer Vorsicht, gebührendem Abstand und gehöriger Verspätung. Trotzdem wollten wir alle das Gefühl bekommen, dass wir als Mannschaft etwas erreicht haben sportlich“, sagt Trainer Rolf Sent. Der 55-Jährige gelernte Maurer geht bei der Fortuna in seine vierte Saison.

Die Fortuna hat mit Dario Gerling und Jan Schöttler die besten Torschützen verloren. Macht Ihnen das Sorgen?

ROLF SENT | Ich bin da zuversichtlich. Wir haben in Niko Becker und Mario Stempel zwei ambitionierte Angreifer aus der Kreisliga im Kader, die sich höher beweisen wollen. Dazu habe ich ja noch zwei weitere neue Spieler im Kader.

Frisch verpflichtet?

SENT | Nicht ganz. Aber ich betrachte unsere Defensivspieler Tom Drews und Nils Helling nach ihren langen Verletzungspausen ebenfalls als Neuzugänge.

Denken Sie über weitere Zugänge nach?

SENT | Nur, wenn es wirklich passt. Die Fortuna hat sich zuletzt ein wenig den Ruf erarbeitet, dass sich bei uns junge Spieler entwickeln können. Das hilft bei der Kaderplanung, hat aber auch Nachteile.

Tatsächlich?

SENT | Bei mir zählt im Gespräch ein Wort immer. Das ist heutzutage bei einigen jüngeren Spielern offenbar anders. Die nehmen Zusagen manchmal nicht für bare Münze.

Ihnen wird nachgesagt, dass Sie ein Händchen für junge Spieler haben.

SENT | Das sehe ich auch so. Junge Menschen entwickeln allerdings auf und neben dem Platz ihre Persönlichkeit, da hat es ein Trainer manchmal schwer.

Ist es anstrengend, trotz eines Aufstiegs in die Bezirksliga oftmals zu hören, Fortuna spiele bisweilen unattraktiven Fußball?

SENT | Ich sage es mal so: Vielleicht ist unsere defensivere Linie für einige Betrachter unattraktiv. Ich habe aber mein Spielsystem auf unser Potenzial abgestimmt. Platz eins kam dabei heraus. Da darf man schon von erfolgsorientiertem Fußball sprechen.

Sie kehren sechs Jahre nach dem Abstieg mit BW Bienen als Trainer in die Bezirksliga zurück.

SENT | Die Liga wird eine Herausforderung für uns. Wir haben die Ambition, am Ende einfach drinzubleiben. Dazu braucht es Teamgeist und eine gute Einstellung. Fußball ist zwar ein einfaches Geschäft, aber auch eines mit Raffinessen. Das muss man wissen, sonst ist es schwer, erfolgreich zu sein. Ich versuche in meinem bescheidenen Bereich zu machen, was ich machen kann. Und ich sehe schon nach wenigen Trainingseinheiten, dass meine Jungs mitziehen.

Was war die kurioseste Entschuldigung eines Spielers, warum er nicht zum Training gekommen ist?

SENT | Einer hat sich bei mir mal ernsthaft abgemeldet mit dem Grund, er müsse gerade das Flaschenpfand wegbringen, weil er eine große Party bei sich gefeiert hatte. Da war auch ich verblüfft. Nach Rücksprache mit meinem Mannschaftsrat musste er nach dem nächsten Training natürlich eine Runde spendieren.

Quelle: Rheinische Post

Millinger Sportgeschichte auf 456 Seiten

Millinger Sportgeschichte auf 456 Seiten

Zum 100-jährigen Bestehen des SV Fortuna Millingen hat unser Ehrenvorsitzender Heinz Lukkezen eine umfassende und sehr interessante Chronik zusammengestellt, die über das komplette Jahrhundert bei der Fortuna informiert.

Vor einigen Tagen erhielt Heinz Lukkezen einen Anruf. Am Telefon war Rüdiger van Acken. Der ehemalige Kicker des SV Fortuna Millingen, der heute im linksrheinischen Griethausen wohnt, hatte von der Chronik zum 100 -jährigen Bestehen seines früheren Vereins gehört und wollte wissen, wann und wo er diese bekommen könne.

Präsentation am 11. Juni

Offiziell präsentiert und erstmals verkauft werde das Buch am Donnerstag, den 11. Juni (Fronleichnam) ab 15 Uhr auf der Anlage an der Bruchstraße, teilte ihm der Ehrenvorsitzende der Fortuna mit, der unzählige Stunden in das opulente Werk investiert hat, das über das komplette Jahrhundert bei der Fortuna informiert. Die Besucher der Sportanlage werden gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten.

Stolze 456 Seiten umfasst die Chronik, die ein lebendiges Zeugnis der Vereinsgeschichte mit zahlreichen Erinnerungen und Anekdoten geworden ist. „Das Buch soll vor allem auch eine Wertschätzung der Arbeit der Ehrenamtlichen sein”, unterstreicht der 68-Jährige, der sich seit seiner Pensionierung 2016 intensiv mit der Historie seiner Fortuna befasst hat. „Es gab fast keinen Tag, an dem ich nicht daran gearbeitet habe“.

Zahlreiche Gespräche hat der langjährige erste Vorsitzende geführt. „Ich habe immer wieder einen gewissen Stolz erlebt, als mir die Leute vom Verein erzählt haben, die Identifikation ist wirklich enorm“, hat Lukkezen festgestellt, der Fotos und Zeitungsberichte aus dem Clubgeschehen selbst schon seit mehreren Jahrzehnten sammelt. „Viele sind auch auf mich zugekommen und haben mir weiteres Material gebracht, damit diese Erinnerungen nicht verloren gehen“.

Gegründet wurde der Sportverein Millingen am Montag, 5. April 1920, im Lokale Fritz Böcker. Als Versammlungsleiter fungierte Wilhelm Beltermann. Es meldeten sich 25 Mitglieder an. Der Schriftsatz zu diesem ersten Treffen ist ebenfalls in der Chronik zu finden. In einer zweiten Versammlung sechs Tage später wurde dann der erste Vereinsvorstand gewählt mit Wilhelm Beltermann als Vorsitzendem, Gustav Schenk als Schriftführer und Johann van Onna als Kassierer. Der Monatsbeitrag für sämtliche Mitglieder betrug zwei Mark. Zum Spielführer der ersten Mannschaft wurde Heinrich Vievering ernannt.

Von der Gründung bis 1939 seien vor allem detaillierte Protokolle von Johannes Jonkhans sehr wertvoll gewesen, erläutert Lukkezen. „Seine Tochter hat mir diese Aufzeichnungen übergeben“. Von Johannes Venhoven, der nach dem 2. Weltkrieg Vorsitzender war, stammen beispielsweise alte Rechnungen.

Die Fortuna habe sich in ihrer Vergangenheit aber nicht nur sportlich bewegt, sondern regelmäßig auch andere Ebenen bedient, erläutert Lukkezen. So gab es nach dem 2. Weltkrieg eine Theatergruppe im Verein. Damals sind die Millinger bis nach Ahlen in Westfalen gefahren, um Kleider und Anzüge zu holen, erinnert sich Johannes Giesen, der damals selbst auf der Bühne gestanden hatte und der Fortuna inzwischen seit 75 Jahren treu ist.

„Zudem haben wir längere Zeit selbst Karnevalsveranstaltungen durchgeführt, eh sich dann ein eigener Karnevalsverein in Millingen gegründet hat“, erzählt Lukkezen. Seit einigen Jahren engagiert sich die Fortuna im Offenen Ganztag. Seit den 70er Jahren wird bei der Fortuna auch Tennis und Tischtennis gespielt. „Bei beiden Abteilungen war leider ein Ordner mit Informationen verloren gegangen“, war es für Lukkezen allerdings recht schwierig, die Geschichte der Ballsportler aufzuarbeiten.

Im Tischtennis brachte die Abteilung gerade in den 70er und 80er Jahren immer wieder starke Spielerinnen hervor. So wurde 1979 das Mädchenteam angeführt von Silvia Tenbrink Westdeutscher Mannschaftsmeister. Den größten Teil des Buches nehmen natürlich die Fußballer ein, die zumeist auf Kreisebene kickten, aber 1977 und 2000 auch den Aufstieg in die Bezirksklasse bzw. -liga schafften und sehr wahrscheinlich dieses Kunststück auch zum 100 jährigen Bestehen feiern können.

Des Öfteren waren oder sind bei der Fortuna mehrere Generationen sportlich aktiv. So wie bei Familie Kremer. Marlon und Leon kicken im Jubiläumsjahr beim Millinger Nachwuchs und folgen damit auf Großvater Karl und Vater Karsten.

Jupp Tenhagen wird Nationalspieler

Mit Jupp Tenhagen hat auch ein Nationalspieler in der Fortuna-Jugend das Fußballspielen erlernt. 1977 wurde er nach seiner Premiere in Jugoslawien bei seiner Rückkehr nach Millingen begeistert empfangen. Werner Buttgereit, 1959 in Millingen geboren und ebenfalls viele Jahre erfolgreicher Profi, wurde wenig später mit dem MSV Duisburg Deutscher Meister der A-Junioren und absolvierte in der Folge insgesamt 228 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga. 1980 gab es auch ein legendäres Ablösespiel für Buttgereit, indem die Fortuna im Duell 1. Kreisklasse gegen 1. Bundesliga ein sensationelles 2:2 schaffte. Dabei waren die Zebras aus Meiderich sogar mit sieben Stammspielern angetreten. Der Millinger Torwart Helmut Pollmann war der überragende Akteur auf dem Spielfeld, Herbert Overgoor und Theo Legeland trafen für den Underdog.

Nachdem 1969 der neue Sportplatz an der Bruchstraße eingeweiht worden war, folgte 1989 ein weiterer Meilenstein mit dem Bau des Vereinsheims, bei dem vor allem der damalige Vorsitzende Walter Franken für seinen Arbeitseinsatz gewürdigt wurde und anschließend von Heinz Lukkezen abgelöst wurde, der den Verein bis 2015 führte. In diesem Jahr erhielt Lukkezen für sein besonderes Engagement auch den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußball Bundes im „Club100“.

Passend zum Gründungsjahr wurde vom aktuellen Vorstand um den Vorsitzenden Klaus Sesing beschlossen, dass die Chronik für 19,20 Euro verkauft wird. Dieser Betrag ist aber bei Weitem nicht nicht kostendeckend. „Es ist ein sehr hochwertiges Buch, wer möchte, darf gerne auch mehr geben“, so Lukkezen. 2000 Euro Zuschuss hat es von der Aktion Heimat-Scheck des Landes NRW gegeben. „Eigentlich sollte das Defizit möglichst durch Gewinne des Jubiläumsfestes ausgeglichen werden“, erklärt der Autor. Bekanntlich muss dieses aufgrund der Corona-Krise aber um ein Jahr verschoben werden.

Auflage von 600 Exemplaren

Die Chronik soll im Juni aber dennoch pünktlich erscheinen. Es wird eine Auflage von 600 Exemplaren geben, hergestellt von der Druckerei Busch aus Bocholt. „Einen Nachdruck wird es definitiv nicht geben. Wer interessiert ist, sollte sich zeitig ein Exemplar besorgen“, sagt Lukkezen.

Minispielfeld erhält neuen Kunstrasen

Minispielfeld erhält neuen Kunstrasen

Nachdem die für dieses Jahr geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum und der Bau eines Kunstrasenplatzes an der Bruchstraße leider verschoben werden muss, gibt es nun positive Nachrichten. Das im Anschluss an die Fußball-WM 2006 auf unserer Platzanlage errichtete Minispielfeld hat am Wochenende einen neuen Kunstrasen-Belag erhalten.

“Zwölf Jahre ist das Minispielfeld intensiv genutzt worden, von Vereinsmitgliedern aller Altersklassen genauso wie von der Dorfjugend. Der Kunstrasen war jetzt einfach auf”, beschreiben Heinz Lukkezen und Hans Jürgen Klug die Situation. Aufgrund der regen Nutzung und der Beliebtheit des Spielfelds hat Fortuna Millingen einen niedrigen fünfstelligen Betrag aus der Vereinskasse in die Modernisierung investiert.

Nachdem der alte Kunstrasen mit schwerem Gerät abgetragen und der neue Belag verlegt wurde, wurde der Kunstrasen mit Sand beschwert und ein Granulat aus Kork eingearbeitet. So bietet der neue Belag nicht nur den Fußballfreundinnen- und Freunden aus Millingen und Umgebung auch zukünftig beste Bedingungen, der neue Belag wird zudem den aktuellen Umweltauflagen gerecht.

Fortuna Millingen hofft, die Sportanlage an der Bruchstraße bald wieder öffnen zu können und so auch das Minispielfeld zur Nutzung freigeben zu dürfen.

Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen erscheint trotz Verschiebung des Jubiläums

Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen erscheint trotz Verschiebung des Jubiläums

Liebe Freundinnen und Freunde des SV Fortuna Millingen,

insbesondere angesichts der Situation, dass wir die geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum “Corona-bedingt” verschieben mussten, freuen wir uns umso mehr, dass wir die in den letzten fünf Jahren unter der Federführung von Heinz Lukkezen erstellte Vereinschronik zum 100-jährigen Bestehen des SV Fortuna Millingen 1920 e.V. wie geplant in diesem Jahr veröffentlichen werden.

Das gut 450 Seiten dicke Buch mit allen möglichen Informationen, Geschichten und Erinnerungen aus 100 Jahren Fortuna wird derzeit in einer limitierten Auflage von 600 Stück gedruckt und wird voraussichtlich ab Juni verfügbar sein.

In welcher Form die Chronik vorgestellt und veröffentlicht wird werden wir in den nächsten Wochen auf unserer Homepage bekanntgeben. Ebenso werden wir zeitnah mitteilen auf welchem Wegen die Chronik erworben werden kann.

Lage um Corona-Virus verhindert geplante Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum

Lage um Corona-Virus verhindert geplante  Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum

Liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden,

nachdem in den vergangenen Wochen die Zweifel hinsichtlich der Frage, ob das ursprünglich für den 11. bis 14. Juni geplante Fest zum 100-jährigen Bestehen der Fortuna angesichts Lage rund um das Corona-Virus immer lauter wurden, hat uns die gestrige Erklärung der Bundesregierung und der Länder (Hier geht’s zur Erklärung) eine schwere Entscheidung abgenommen.

Gemäß dieser politischen und von Gesundheitsexperten empfohlenen Regelungen können Großveranstaltungen bis einschließlich zum 31. August 2020 nicht stattfinden. Da wir als Verein die politischen und gesamtgesellschaftlichen Bemühungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus uneingeschränkt unterstützen, müssen wir schweren Herzens mitteilen, dass die für den 11. bis 14. Juni 2020 geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Fortuna Millingen nicht stattfinden können.

Da es uns jedoch ungeachtet der aktuellen Lage ein wichtiges Anliegen ist, den “runden Geburtstag” unseres Vereins gebührend und ausgelassen zu feiern, sehen unsere derzeitigen Planungen eine Verschiebung des Jubiläums um ein Jahr vor. Demnach hoffen wir die Feierlichkeiten beginnend mit unserem traditionellen Dorfturnier an Fronleichnam vom 3. bis 6. Juni 2021 nachholen zu können – genauere Informationen werden wir aber zu gegebener Zeit auf unserer Homepage veröffentlichen.

An dieser Stelle sei zudem auf folgendes hingewiesen: Da die eingangs erwähnte Erklärung vom 15. April eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai vorsieht, bleibt der Spiel- und Trainingsbetrieb aller Abteilungen von Fortuna Millingen bis auf weiteres ausgesetzt. Auch der Sportplatz an der Bruchstraße, die Tennisanlage an der Hauptstraße und die Turnhalle der Tischtennis-Abteilung bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Wir informieren auf unserer Internetseite, wenn die Sportanlagen wieder geöffnet und/oder der Spiel- und Trainingsbetrieb einzelner Abteilungen wieder aufgenommen werden kann.

Bleiben Sie gesund!

Vorstand des SV Fortuna Millingen