Der Fußballverband Niederrhein unterbricht die Saison 2020/2021

Der Fußballverband Niederrhein unterbricht die Saison 2020/2021

Auch im Dezember finden keine Meisterschafts- und Pokalspiele statt. Wiederbeginn wird für 23./24. Januar 2021 angepeilt, sofern es die behördliche Verfügungslage zulässt.

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) unterbricht die Saison 2020/2021 und verlängert die Aussetzung des gesamten Spielbetriebs, die bislang bis zum 30. November vorgesehen war, bis Mitte Januar 2021. Dies betrifft sämtliche Pflichtspiele – also Meisterschafts- wie Pokalspiele – im Herren-, Frauen- und Jugendfußball sowie im Futsal.

Die Entscheidung darüber trafen das FVN-Präsidium, die Vorsitzenden der 13 Fußballkreise sowie die Vertreter des Verbandsfußballausschusses (VFA) und des Verbandsjugendausschusses (VJA) in einer Videokonferenz am Donnerstagabend, 19. November. Zuvor hatten die spielleitenden Stellen unter der Leitung von Wolfgang Jades (VFA) und Michael Kurtz (VJA) Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise erarbeitet.

Grund für die Saisonunterbrechung sind die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie, die weiter stark angestiegenen Zahlen der Corona-Erkrankten sowie die Verordnungen und Maßnahmen der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung.

„Wir haben den berechtigten Wunsch der Vereine wahrgenommen, gerade für die Zeit über Weihnachten und Neujahr eine Planungssicherheit für den Spielbetrieb zu bekommen“, sagt FVN-Präsident Peter Frymuth. „Während die Öffnung für den Trainingsbetrieb, die wir alle natürlich auch baldmöglichst erhoffen, von den Vereinen schneller umgesetzt werden kann, bedarf der Start in die Meisterschafts- und Pokalspiele eines sportlichen und organisatorischen Vorlaufs. Da danke ich allen Verantwortlichen auf Kreis- und Verbandsebene für die Abstimmung einer Vorgehensweise in unserem Verbandsgebiet, die den Vereinen für den Pflichtspielbetrieb die gewünschte Planungsmöglichkeit zumindest bis Anfang Januar gibt. Danach liefern die Verfügungslagen der Behörden die Grundlage für das weitere Vorgehen“, so Frymuth.

Das folgende weitere Vorgehen wurde vereinbart – stets vorausgesetzt, dass die behördliche Verfügungslage einen Spielbetrieb im Amateurfußball ermöglicht:

  • Wiederaufnahme des Spielbetriebs frühestens zwei Wochen nach der Öffnung der Sportanlagen für Trainings- und Spielbetrieb, um den Vereinen ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu geben.

  • Der verbandsweite Pflichtspielbetrieb startet frühestens am Wochenende 23./24. Januar 2021.

  • Die Ende Oktober (Jugend), im November und im Dezember abgesetzten Spieltage werden ab dem 23./24. Januar 2021 chronologisch zur Ansetzung kommen.

  • Besonderheit im Jugendfußball: Die zu Saisonbeginn vorgenommenen Ansetzungen der Hinrunden-Spieltage ab 23./24. Januar 2021 bleiben wie vorgesehen bestehen. Im Anschluss daran werden die abgesetzten Hinrunden-Spieltage (Oktober – Dezember) nachgeholt, bevor dann die Rückrunde gestartet wird. Der Beginn der Rückrunde verschiebt sich dementsprechend.

  • Genauere Informationen zu den Planungen der Ansetzungen werden je nach Verfügungslage der Behörden Mitte Dezember durch die jeweils spielleitenden Stellen bekannt gegeben.

Ende Oktober hatte der FVN den gesamten Spielbetrieb für November ausgesetzt. Die spielleitenden Stellen folgten damit den Vorgaben der Verordnungen.

Quelle: FVN.de

Unbespielbarer Platz an der Bruchstraße macht Derby unmöglich

Unbespielbarer Platz an der Bruchstraße macht Derby unmöglich

Das für Sonntagmittag angesetzte und mit Spannung erwartete Bezirksliga-Derby gegen die Mannschaft des SV Haldern musste aufgrund der unbespielbaren Plätze an der Bruchstraße kurzfristig abgesagt werden.

“Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und lange gewartet, nach den anhaltenden Regenfällen der vergangenen Wochen ist der Platz aber einfach extrem tief und sehr seifig”, so der erste Vorsitzende von Fortuna Millingen. Der fünfköpfigen Kommission, welche die Bespielbarkeit des Platzes am Sonntagmittag beurteilte, blieb somit keine andere Wahl, als das Spiel abzusagen. “Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass auch bei uns endlich der Kunstrasenplatz gebaut wird”.

Ungeachtet der coronabedingten Probleme hätte unsere Fortuna das Spiel gerne ausgetragen: “Wir wollten das Momentum aus dem Sieg in Biemenhorst mitnehmen”, so Sesing.

Wann die Partie nachgeholt wird, steht aktuell und nicht zuletzt aufgrund der dynamischen Corona-Lage noch nicht fest.

Wiedersehen eine Liga höher

Wiedersehen eine Liga höher

Nach dem ersten Erfolgserlerlebnis in dieser Saison am vergangenen Sonntag beim 2:1-Sieg in Biemenhorst wird unsere Elf am Sonntag alles in die Waagschale werfen, um auch zuhause erstmals punkten zu können. Da der SV Haldern mit zwölf Punkten aus sechs Spielen aktuell den vierten Tabellenrang belegt, geht die Mannschaft aus dem Lindendorf aber zweifelsfrei als Favorit in die Partie, zu welcher aufgrund der Corona-Lage nur 100 Zuschauer zugelassen sind.

“Ich gehe davon aus, dass Haldern uns ähnlich wie Biemenhorst alles abverlangen wird. Daher erwarte ich ein läuferisch intensives und kampfbetontes Spiel, zumal auch die Plätze nach dem Regen der vergangenen Tage sicher nicht im besten Zustand sein werden. Wir wollen aber an die positiven Eindrücke vom zurückliegenden Wochenende anknüpfen und die Punkte nach Möglichkeit in Millingen behalten”, so unser spielende Co-Trainer, der auch in dieser Woche den in Quarantäne befindlichen Rolf Sent vertreten wird.

Gegen die spielstarke Mannschaft des SV Haldern wird es wichtig sein, dass die Fortuna insbesondere defensiv ein gutes Spiel macht. Das weiß auch der inzwischen 36-Jährige Abwehrspieler Lörcks: “Es wird wichtig sein, dass wir kompakt stehen und wenig Chancen zulassen, andererseits müssen wir aber auch vorne unsere Tormöglichkeiten wieder effektiv nutzen.”

Für unseren Doppeltorschützen des vergangenen Wochenendes Niko Becker könnte es gegen seinen ehemaligen Verein ein besonderes Spiel werden. Vor der Saison wechselte der 24-jährige Stürmer, der in Haldern aufwuchs und viele Jahre für das Team aus dem Lindendorf spielte, an die Bruchstraße. “Ich denke, dass der Doppelpack ihm Selbstvertrauen gegeben hat und wir ihn gegen seinen Ex-Verein nicht zusätzlich motivieren müssen”, so Lörcks.

Verzichten muss Fortuna Millingen weiterhin auf die Langzeitverletzten Bernd Bossmann, Niklas Neijenhuis und Tino Giesen. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen Marius Dicker (Leiste) und Marius Sent (Quarantäne).

Niko Becker beschert mit Doppelpack erste Bezirksliga-Punkte

Niko Becker beschert mit Doppelpack erste Bezirksliga-Punkte

Durch einen 2:1-Sieg im Auswärtsspiel beim SV Biemenhorst hat unsere Erste Mannschaft die ersten Punkte in dieser Bezirksliga-Saison geholt. Nach der bitteren 9:2-Heimniederlage gegen Friedrichsfeld hatte sich unsere Elf, die erneut in Abwesenheit von Trainer Rolf Sent antreten musste, viel vorgenommen. In einem umkämpften Spiel, konnte sie die Fortuna am Ende durchsetzen und wurde dafür mit den ersten Punkten in der aktuellen Spielzeit belohnt. Mann des Tages war Neuzugang Niko Becker, der zu Saisonbeginn vom SV Haldern nach Millingen wechselte und beide Tore erzielte.

“Wir sind natürlich sehr erleichtert und haben eine gute Reaktion gezeigt. Wir sind kompakt als Mannschaft aufgetreten, haben immer wieder Nadelstiche im Spiel nach vorne gesetzt und am Ende eine so spielstarke Mannschaft wie die des SV Biemenhorst geschlagen” zeigte Co-Trainer Peter Lörcks, der über 90 Minuten auch auf dem Platz das Kommando vorgab, erfreut über die geschlossen starke Teamleistung.

Nachdem Becker und Mittelfeld-Motor Oliver Hesseling zuvor bereits gute Möglichkeiten zur Führung ungenutzt ließen, konnte Becker in der 42. Spielminute nach einer verunglückten Rückgabe des Heimteams den ersten Treffer des Tages erzielen. Er stand da wo ein Stürmer stehen muss, schaltete am schnellsten und schob den Ball ins leere Tor zu seinem ersten Saisontreffer ein. Nach der Pause war es dann erneut Becker, der einen von Fortuna-Eigengewächs Jonas Eickhof weitergeleiteten Ball gut behauptete, seinen Gegenspieler ausspielte und den Ball an dem herauslaufenden Torwart in die lange Ecke einschob.

Bei immer stärker werdendem Regen auf der Kunstrasen-Anlage in Biemenhorst wurde es dann kurz darauf aber doch noch einmal spannend. Durch einen äußerst umstrittenen Foulelfmeter, bei welchem der Schütze unserem starkt aufspielenden Torwart Leon Gerling keine Chance lies, konnte die Elf von Biemenhorst-Trainer Jürgen Straatmann in der 83. Spielminute auf 2:1 verkürzen. Bestärkt durch den Anschlusstreffer witterten die Gastgeber ihre Chance auf einen Punkt im Heimspiel und setzte die Fortuna bis zum Schlusspfiff noch einmal unter Druck. Unsere leidenschaftlich verteidigende Mannschaft konnte den Vorsprung aber über die Zeit bringen und fuhr so ein wenig glücklich, aber keinesfalls unverdient den ersten Dreier in dieser Spielzeit ein.

Da die Platzanlage des SV Biemenhorst mit einer SoccerWatch ausgestattet sind, können Sie sich die oben beschrieben Highlights des Spiels noch einmal ansehen.

Auch wenn die Fortuna trotz des Sieges nach wie vor als Tabellenschlusslicht darsteht, kann sie nun mit einem positiven Gefühl die kommenden Aufgaben angehen. Es ist der Mannschaft zu wünschen, dass sie nach dem enttäuschenden Saisonstart, in welchem sie oftmals leidenschaftlich und bemüht spielte, insgesamt aber zu viele Fehler machte und zu brav agierte, leichte Gegentore kassierte und insgesamt zu wenig Durchschlagskraft im Offensivspiel entfalten konnte, in den kommenden Spielen mit mehr Selbstvertrauen aufläuft und sich für ihren Einsatz belohnt.


Fortuna Millingen: Gerling; Gerstenberg, B. Drews, Lörcks, Renn, Haves, T. Drews, Hanssen, Nesseling, Eyting (56. Eickhof), Becker (90.+2 Ising)

Sent: “Beim Spitzenreiter unter Wert geschlagen”

Sent: “Beim Spitzenreiter unter Wert geschlagen”

Beim Bezirksliga-Spitzenreiter vom DJK Lowick hat unsere Mannschaft trotz einer couragierten Vorstellung mit 2:0 verloren und wartet weiter auf die ersten Punkte in der noch jungen Saison. “Wir wurden unter Wert geschlagen”, ärgerte sich Fortuna-Trainer Rolf Sent, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden war.

Bereits in der ersten Hälfte hätte Fortuna durch Tom Drews in Führung gehen können. Dieser schoss den Ball in aussichtsreicher Position jedoch am langen Pfosten vorbei ehe Sent bereits erstmals wechseln musste. Mit Bernd Bossmann (13. Minute; Fußprellung) und Marius Sent (24. Minute; Zerrung) musste zwei Akteure früh den Platz verlassen. In der 26. Minute fiel dann der Lowicker Führungstreffer. “Da waren wir leider etwas unsortiert”, attestierte der Millinger Trainer.

Auch im zweiten Durchgang vergab die Fortuna durch Christoph Eyting zunächst eine gute Gelegenheit bevor die DJK im Anschluss das Tor traf (54. Minute). Dass unsere Mannschaft trotz des Rückstandes nicht aufsteckte und z.B. durch Oliver Hesseling zu weiteren Torchancen kam, blieb letztlich unbelohnt. Nach 90 Minuten steht die Fortuna erneut mit leeren Händen da. “Das war auf jeden Fall eine Steigerung zu den letzten Partien. Wir dürfen jetzt nicht auf die Tabelle schauen und werden am Sonntag in Hamminkeln erneut alles versuchen die ersten Punkte zu holen”, so Sent.

Da die Platzanlage des DJK Lowick mit einer SoccerWatch ausgestattet ist, können Sie sich die spielentscheidenen Szenen hier noch einmal ansehen:

Zu allem Überfluss verletzen sich mit Tom Drews (Zerrung) und Niklas Neijenhuios (Knie verdreht) zwei weitere Akteure der Fortuna, sodass die Personaldecke in den kommenden Wochen recht dünn ausfallen dürfte.

 

Fortuna Millingen: Baumann, B. Drews, Gerstenberg, Lörcks, T. Drews (46. Becker), Sent (24. Neijenhuis, 60. Renn), Dicker, Hesseling, Giesen, Eyting, Bosmann (13. Ising).

Fortuna Millingen tritt beim Nachbarn in Vrasselt zu brav auf

Fortuna Millingen tritt beim Nachbarn in Vrasselt zu brav auf

Artikel der Rheinischen Post vom 14. September 2020: Neuling Fortuna Millingen hatte im Nachbarschaftsduell beim SV Emmerich-Vrasselt mit 0:2 (0:2) das Nachsehen. Einig waren sich die beiden Trainer nach dem Abpfiff über die Bewertung der Partie. „Es war ein schlechtes Spiel“, erklärten Millingens Rolf Sent und Sascha Brouwer (SVV) unisono.

Wichtiger als die Begegnung war aber das Gedenken an Georg Stratmann, der vor einigen Tagen gestorben ist. Stadionsprecher Dieter Stevens hob die großen Verdienste des langjährigen Vorstandsmitglieds und Fußballobmanns des SVV noch einmal hervor. Die Vrasselter Spieler liefen mit Trauerflor auf.

„Wir waren einfach zu brav und ruhig und haben zu wenig die Zweikämpfe gesucht“, haderte Sent mit der Vorstellung seines Teams. „Aus meiner Sicht war das Ergebnis in Ordnung, doch ansonsten war es ein schlimmes Spiel. Ganz wenige meiner Kicker haben ihr normales Niveau erreicht“, sagte Brouwer.

Anfangs hielt der Gast noch mit, doch danach nahm der SV Vrasselt das Heft in die Hand. Nach einer Flanke von Marco Buscher hatte der im ersten Spielabschnitt auffällig agierende Joel Manoch mit einem Volleyschuss Pech und traf nur die Torlatte (22. Minute). Besser machte es Manoch nach einer Vorarbeit von Tuncay Nokta – aus 18 Metern Entfernung hatte er Schussglück und traf zum 1:0. Danach hatte die Fortuna Pech, als Keeper Luca Pollmann eine Kopfballverlängerung von Tino Giesen aus dem Toreck hechtete.

Die beste Gelegenheit der Fortuna ließ aber Tom Gerstenberg aus, der nach einer Ecke an Pollmann scheiterte (53.). Der SVV hatte danach wieder mehr vom Spiel, ging jedoch mit seinen Gelegenheiten fahrlässig um und spielte nicht zwingend genug. So gab es nur noch einen Torerfolg zu feiern. Marco Cvetkovikj setzte sich unwiderstehlich durch, flankte in den Strafraum und Nokta markierte das 2:0 (72.). Pech hatte Dario Gerling, der nach Zuspiel von Cvetkovikj gegen seine ehemaligen Teamgefährten die Latte traf.

Aufstellung beider Teams:

SV Vrasselt: Pollmann – Derksen, Janßen, Weyenberg, Offergeld, Manoch, Gerling (86. Schulz), Buscher, König (58. Hellebrand), Cvetkovikj (88. Hülsmann), Nokta (76. Kroker).

Fortuna Millingen: Baumann – B. Drews, T. Drews (76. Nakotte), Lörcks (72. Dicker), Sent, Giesen, Hesseling, Haves (82. Nijenhuis), Ising, Eyting (63. Bosmann), Gerstenberg.

Quelle: rp-online.de

Fortuna will ein unangenehmer Gegner sein

Fortuna will ein unangenehmer Gegner sein

Mit einer Woche Verspätung startet unsere Fortuna am 13. September beim SV Vrasselt in die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga. In der Vorbereitung wurde viel und hart trainiert, um als Aufsteiger in der Bezirksliga konkurrenzfähig zu sein. „Die Jungs werden topfit sein“, sagt Trainer Rolf Sent, der allerdings zuletzt selbst gut vier Wochen aufgrund einer Knie-OP nicht dabei sein konnte. „Das ließ sich nicht mehr aufschieben“, so der 56-Jährige. Da Sent zudem noch eine Reha antrat, übernahm Co-Trainer Peter Lörcks längere Zeit die Verantwortung bei den Übungseinheiten und den Testspielen.

Dass der Fortuna eine schwere Saison bevorsteht, ist allen Beteiligten bewusst. „Die Jungs waren anfangs schon ein wenig skeptisch, inzwischen haben wir aber ein gutes Spielsystem und die Euphorie ist da“, sagt Sent, der trotz des Verlustes von wichtigen Spielern optimistisch in die Saison geht. Mit Jan Schöttler (VfL Rhede) und Dario Gerling (SV Vrasselt) musste unsere Fortuna zwei offensive Leistungsträger der zurückliegenden Saison ziehen lassen, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatten. Zudem verließ auch Torwart Rene Konst Fortuna Millingen in Richtung Landesligist VfL Rhede. Ungeachtet dessen will Fortuna Millingen auch in der neuen Spielklasse ein unangenehmer Gegner sein.

Mit Mario Stempel (Hamminkelner SV II) und Nico Becker (SV Haldern II) wechselten zwei Akteure an die Bruchstraße. Da Stempel vor kurzem eine neue Lehre begonnen hat, muss er jedoch von Beginn an kürzertreten. Niko Becker laboriert aktuell mit einer Verhärtung im Oberschenkel, ist aber ansonsten ein möglicher Kandidat für die Startelf. Fortuna Millingen freut sich zudem, dass mit Niklas Neijenhuis und Nicolas Hansen zwei Jungs aus der eigenen Jugend den Sprung in den Bezirksliga-Kader geschafft haben. Trotz des Aufstiegs und der damit einhergehenden sportlichen Herausforderung führt Fortuna Millingen damit den in der jüngeren Vergangenheit erfolgreich beschrittenen Weg, Talente aus der eigenen Jugend die Möglichkeit zu geben, sich in den Seniorenmannschaften zu zeigen, fort.

Fußball-Größe Franz-Josef Tenhangen – ein Millinger in der Bundesliga und im Nationaldress

Fußball-Größe Franz-Josef Tenhangen – ein Millinger in der Bundesliga und im Nationaldress

Franz-Josef Tenhagen gehört zu den Legenden des VfL Bochum, für den er als Spieler und Trainer in der Bundesliga aktiv war. Der Millinger bestritt zudem drei Länderspiele. Noch heute ärgert ihn, dass er vom damaligen Bundestrainer Helmut Schön aus dem Aufgebot für die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien gestrichen wurde. Im Juli blickte die Rheinische Post in ihrere Reihe “Fußball-Größen im Kreis Kleve” auf eine außergewöhnliche Karriere, die bei Fortuna Millingen ihren Anfang nahm.

Es ist der 12. Juni 1977, als 180.000 Fans im ehrwürdigen Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro auf den Anpfiff des Fußball-Länderspiels zwischen Brasilien und Deutschland warten. In den Katakomben der Arena ist auch der 25-jährige Franz-Josef „Jupp“ Tenhagen vom VfL Bochum, der an diesem Tag sein zweites Länderspiel für die deutsche Auswahl bestreiten wird. Trainer Helmut Schön wechselt den Abwehrstrategen in der 79. Minute für Bernd Hölzenbein ein. „In dem Stadion herrschte eine unbeschreibliche Atmosphäre. Die unfassbar vielen Zuschauer sangen schon weit vor und während der Partie. Die Stimmung war einzigartig, es war Gänsehaut pur“, erinnert sich Tenhagen 43 Jahre später an diese Begegnung, die 1:1 endete.

Franz-Josef Tenhagen 1977 bei seinem dritten Einsatz im Nationaltrikot beim Länderspiel gegen Wales

Zwei weitere Partien im Nationaltrikot stehen für den Millinger noch zu Buche. Als er im April beim 2:1-Sieg in Belgrad gegen Jugoslawien sein Debüt feierte, bereitete ihm sein Heimatdorf bei seiner Rückkehr einen triumphalen Empfang und ließ das Tambourcorps aufspielen. Im selben Jahr absolvierte Tenhagen auch noch sein drittes und letztes Länderspiel in Dortmund gegen Wales (1:1). Für den ersten Nationalspieler, den der VfL Bochum stellte, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Er gehörte dem vorläufigen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Argentinien an, doch im letzten Moment wurde er von Helmut Schön gestrichen. „Ich habe davon abends im Sportstudio erfahren. Das war kein guter Stil“, ärgert sich Tenhagen noch heute über die Ausbootung.

Bei Fortuna Millingen fing seine Karriere an. Seine besonderen Förderer waren Trainer Erwin van Leeuwen und Gerd Kremer, die das Talent des Jungspunds erkannten. „Beide haben viel für mich getan“, erinnert sich Tenhagen, dessen Eltern damals noch nicht über ein Auto verfügten. „Gerd und Erwin haben mich immer zu den Auswahl-Lehrgängen gefahren. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Tenhagen.

Schon in seinen ersten beiden Profijahren war Tenhagen aus der Elf von Rot-Weiß Oberhausen nicht wegzudenken. Er avancierte sofort zur Stammkraft und kam auf 64 Bundesliga-Spiele. Ab der Saison 1973/74 kickte er für den VfL Bochum. Damit begann eine Liaison, die bis heute anhält. In seinen 306 Einsätzen für den VfL erarbeitete sich Tenhagen einen Kultstatus und und gehört wie Ata Lameck oder Hermann Gerland zum kleinen Kreis der Bochumer Legenden.

Unterbrochen wurde seine Tätigkeit beim VfL im Jahr 1981. Tenhagen hatte just zuvor seinen Vertrag um vier Jahre verlängert, doch finanzielle Nöte zwangen den VfL zum Verkauf seines besten Spielers – für 550.000 Mark wechselte Franz-Josef Tenhagen für drei Jahre zu Borussia Dortmund. Danach ging es wieder zurück zum VfL.

In all den Jahren als Spieler blieb Tenhagen der Region verbunden. Dabei gab es etliche Klubs, die sich die Dienste des heute 67-jährigen sichern wollten. Stuttgarts Coach Jürgen Sundermann hatte ihn auf seiner Wunschliste, ebenso Jupp Heynckes als Verantwortlicher von Borussia Mönchengladbach. 1977 gab es gar eine äußerst konkrete Anfrage von Dettmar Cramer. Der damalige Trainer von Bayern München suchte einen Nachfolger für Franz Beckenbauer. Den „Kaiser“ zog es zu Cosmos New York, doch Tenhagen lehnte ab. „Meiner Karriere als Nationalspieler wäre dies sicherlich förderlich gewesen. Doch ich bin mit mir im Reinen, ich habe alles richtig gemacht und bin ein rundum zufriedener Mensch“, sagt Franz-Josef Tenhagen.

Neben dem Länderspiel im Maracanã-Stadion sind dem in Haldern wohnenden Ex-Profi besonders zwei Spiele in Erinnerung geblieben. Zum einen der 6:0-Sieg im Jahr 1981 im Gelsenkirchener Parkstadion im Klassiker gegen den FC Schalke 04. „Wir haben die Schalker im eigenen Stadion förmlich an die Wand gespielt“, sagt er. Zum anderen bleibt für ihn das 5:6 gegen Bayern München in der Saison 1976/77 unvergesslich. Nach 53 Minuten lag der VfL gegen den hohen Favoriten mit 4:0 vorne. Innerhalb von 19 Minuten glich die Star-Truppe von der Isar aus. Uli Hoeneß sorgte dann für die 5:4-Führung der Gäste, die Jupp Kaczor egalisieren konnte. Doch in der 89. Minute machte wiederum Hoeneß alles klar. „Für die Zuschauer war es herrlich . Obwohl wir verloren haben, ist es auch für uns Spieler ein Super-Erlebnis gewesen“, sagt der ehemalige Vorzeige-Profi.

Als Co-Trainer startete er seine zweite Karriere – natürlich beim VfL Bochum mit Kumpel Hermann Gerland. Danach wurde er in Bochum Chefcoach (Beitragsbild). Weitere Stationen als Trainer waren Fortuna Köln, 1. FC Bocholt, Wattenscheid 09 und LR Ahlen. Mit den beiden letztgenannten Klubs schaffte Tenhagen jeweils den Sprung in die Zweite Bundesliga. Seine letzten Jahre als Trainer stand er beim SV Grieth an der Linie.

Den direkten Kontakt zum Fußball hat Jupp Tenhagen nach wie vor. Beim VfL Bochum gehört er dem Präsidium an. Und durch sein Sportgeschäft in Emmerich sowie seine Fußballschule ist er mit vielen Vereinen der Region eng verknüpft. „Mein Leben ist vom Fußball geprägt“, sagt Jupp Tenhagen.

Franz-Josef Tenhagen – hier in seinem Geschäft – hat auch heute noch Kontakt zu vielen Klubs.

Die Stationen von Franz-Josef Tenhagen

Spieler Fortuna Millingen, RW Oberhausen (1971 bis 1973), VfL Bochum (1973 bis 1981), Borussia Dortmund (1981 bis 1984), VfL Bochum (1984 bis 1988)

Trainer VfL Bochum (1988 bis 1989), Fortuna Köln (1989 bis 1990), 1. FC Bocholt (1991 bis 1996), SG Wattenscheid 09 (1996 bis 1998), LR Ahlen (1998 bis 2000), 1. FC Bocholt (2001 bis 2007), SV Grieth (2009 bis 2011)

Quelle: rp-online.de

Millinger Talent Werner Buttgereit in der Serie “Fußball-Größen aus dem Kreis Kleve”

Millinger Talent Werner Buttgereit in der Serie “Fußball-Größen aus dem Kreis Kleve”

Werner Buttgereit, der aus Millingen stammt und nun in Kalkar-Niedermörmter wohnt, blickt auf eine lange und erfolgreiche Profi-Laufbahn zurück. Er war beim Uerdinger Jahrhundertspiel gegen Dresden und dem Pokal-Coup gegen Bayern München dabei. Noch heute schwärmt er von diesen beiden Partien. Seine erfolgreichsten Jahre erlebte er als Fußballer im Trikot von Bayer Uerdingen (Beitragsbild). Im Juli blickte die Rheinische Post auf eine Karriere, die bei Fortuna Millingen begann.

Sportjournalisten kürten 2007 die Europapokal-Partie zwischen Bayer Uerdingen und Dynamo Dresden zum größten Fußballspiel aller Zeiten. Zu den Protagonisten auf dem Feld gehörte auch ein junger Mann aus dem Reeser Ortsteil Millingen: Werner Buttgereit. Der damals 27-Jährige stand 1986 in beiden Partien auf dem Feld und hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Werkself aus Uerdingen.

Im Viertelfinale des Europapokals musste die Bayer-Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Feldkamp sich in Dresden dem DDR-Oberligisten mit 0:2 geschlagen geben. Auch in der heimischen Grotenburg lief es anfangs alles andere als optimal. Zur Pause führten die Sachsen bereits mit 3:1. Feldkamp hatte das Spiel anscheinend schon abgehakt. „Er appellierte in der Halbzeit an uns, dass wir uns wegen der vielen Zuschauer vor dem Fernseher bitte ordentlich aus dem Wettbewerb verabschieden mögen“, sagt Buttgereit rückblickend. Auch für viele Stadionbesucher war die Partie gelaufen. „Als wir zur zweiten Halbzeit den Platz betraten, war die Grotenburg halbleer.“

Doch das sollte sich schnell ändern, denn auf dem Rasen tat sich Erstaunliches – und viele Fans kehrten auf ihre Plätze zurück. Auch die 18 Millionen TV-Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. In der 63. Minute glich Bayer zum 3:3 aus, danach fielen die Tore fast im Minutentakt, so dass es am Ende einen nicht mehr für möglich gehaltenen 7:3-Sieg gab. „Es war ein durch und durch ganz irres Ding“, sagt Buttgereit über die Partie, die als „Wunder von der Grotenburg“ in die Sportgeschichte einging.

Seine Fußball-Karriere hatte recht beschaulich angefangen. Bis zum 17. Lebensjahr kickte er bei Fortuna Millingen, doch sein Talent war unübersehbar. Über die Kreisauswahl und die Westdeutsche Auswahl, die er als Kapitän anführte, kam er zum MSV Duisburg, der zu der Zeit zu den Top-Adressen im Nachwuchsbereich zählte. Buttgereit wurde unter Coach Rolf Schafstall sofort Stammkraft und gewann mit den A-Junioren der Zebras 1977 die Deutsche Meisterschaft durch ein 2:1 gegen den VfB Stuttgart.

Dann war Koffertragen angesagt. In seinem ersten Profijahr beim MSV saß Buttgereit nur auf der Tribüne. Zu groß war das Staraufgebot mit Assen wie Bernard Dietz, Ronald Worm, Kurt Jara und Rudi Seliger. Eine Saison später hatte Rolf Schafstall als Trainer das Sagen. Buttgereit glänzte in den Übungseinheiten und erwies sich als höchst unangenehmer Gegenpart. Er war flink, beweglich und extrem ausdauernd, weshalb an ihm in der Rückrunde der Saison 1979/80 kein Weg vorbeiführte. „Ich habe im Training unheimlich Gas gegeben. Der Lohn war, dass meine Einsatzzeiten immer länger wurden“, sagt Buttgereit, der aber, weil es anfangs in Duisburg nicht so gut für ihn lief, schon einen Vertrag bei Rot-Weiß Oberhausen unterschrieben hatte.

as Kapitel in der Zweiten Liga beendete er aber nach einer Saison, da Bayer Uerdingen ihn zu sich lotste. Und in der Saison 1982/83 war es so weit: Die Elf von Timo Konietzka setzte sich in der Relegation gegen den favorisierten FC Schalke 04 durch und stieg in die Eliteliga auf. Vor 65.000 Zuschauern im Gelsenkirchener Parkstadion reichte Bayer ein 1:1, das Heimspiel hatte man mit 3:1 gewonnen.

Mit dem Aufstieg begann die erfolgreichste Zeit der Uerdinger, die 1985 im Pokalsieg gipfelte. Erstmals wurde das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Und Bayer Uerdingen sorgte beim 2:1 gegen Bayern München für eine der größten Überraschungen der deutschen Fußball-Geschichte.

Dabei waren die Münchener gewohnt selbstbewusst nach Berlin gereist und hatten im Hotel, in dem auch der Uerdinger Tross untergebracht war, für die Siegesfeier den Bankettsaal angemietet. „Es sollte aber ganz anders kommen“, so Buttgereit. Denn der Außenseiter drehte im Finale mächtig auf. „Wir haben die Bayern regelrecht übers Feld gehetzt.“ Buttgereit und Karl-Heinz Wöhrlin bekamen von Trainer Karl-Heinz Feldkamp Sonderaufgaben zugeteilt. Wöhrlin sollte sich um Münchens Flügelflitzer Ludwig Kögl kümmern, Buttgereit die Kreise von Lothar Matthäus einengen. „Beide haben überragend gespielt“, so Feldkamp damals.

Beim 2:1-Sieg lieferte Buttgereit jeweils die Vorarbeit zu den Treffern von Horst Feilzer und Wolfgang Schäfer. „Das war mein bestes Spiel als Profi. Ich habe dem Lothar ständig auf den Füßen gestanden, so dass er sich immer mehr nach hinten zurückgezogen hat. Mir kam dabei auch entgegen, dass es an dem Tag unheimlich heiß war“, so Buttgereit. Übrigens: Im Bankettsaal feierten dann die Uerdinger ihren größten Triumph in der Vereinsgeschichte bis in die frühen Morgenstunden.

Beinahe wäre Buttgereit auch noch beim FC Schalke 04 gelandet. In der Saison 1987/88 riss dem Dauerläufer, der 200 Pflichtspiele für Bayer absolvierte, beim Training das Innenband. Pech für Buttgereit, dass sein Vertrag in Uerdingen auslief und nicht verlängert wurde. Er hielt sich aber fit und trainierte einige Wochen bei den Königsblauen. Es gab auch eine Zusage für einen Vertrag, doch Trainer- und Vorstandswechsel im Klub verhinderten eine Verpflichtung. So ging es für Werner Buttgereit in den Süden. Er schloss sich dem aufstrebenden Oberligisten Türk Gücü München an. Zwei Jahre später zog es Buttgereit, der mit seiner Familie in Niedermörmter wohnt, zurück in heimatliche Gefilde. Er kickte noch eine Saison für den 1. FC Bocholt, ehe er 1991 beim damaligen Landesligisten SV Vrasselt als Spielertrainer anheuerte. Weitere Stationen als Coach folgten unter anderem bei Viktoria Goch, dem SV Sonsbeck und 1. FC Kleve.

„Ich habe alles richtig gemacht“, blickt Buttgereit auf 13 Jahre als Profif zurück. Vor seiner Sportkarriere hatte er eine Lehre zum Maschinenschlosser bei der Emmericher Firma Probat absolviert. Heute ist er seit mehr als zwei Jahrzehnten bei der Stadt Goch tätig. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann Werner Buttgereit sich als Trainer zu engagieren, so wie hier abgebildet beim 1. FC Kleve.

Die Laufbahn von Werner Buttgereit

Stationen als Spieler 1977 bis 1980 MSV Duisburg (1977 bis 1980), Rot-Weiß Oberhausen (1980 bis 1981), Bayer Uerdingen (1981 bis 1988), Türk Gücü München (1988 bis 1990), 1. FC Bocholt (1990 bis 1991), SV Vrasselt (1991 bis 1992).

Stationen als Trainer Unter anderen MSV Duisburg U 19, Olympia Bocholt, 1. FC Kleve und SV Sonsbeck.

Quelle: rp-online.de